Köln kann mehr
alle Meldungen »

27.08.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Eine finanzielle Geste ist bis heute ausgeblieben

Gerhart R. Baum
Gerhart R. Baum
Gerhart R. Baum
Bild verkleinern
Gerhart R. Baum
Gerhart R. Baum, Ex-Bundesinnenminister, vertrat als Anwalt die Hinterbliebenen der Ramstein-Katastrophe. Mit ihm sprach Torsten Sülzer.

Herr Baum, Sie halten Kontakt zu den Hinterbliebenen. Wie fühlen die sich heute?

Alles wirkt nach. Viele brauchen immer noch seelischen Beistand. Sie haben mit ihren Betreuern vieles unternommen, Kontakte zu den italienischen Angehörigen der toten Piloten aufgebaut. Da gab es wunderbare Gesten des miteinander Trauerns. Diese Kontakte halten. Nur die Bundesregierung hat sich rein juristisch verhalten.

Seit 2004 steht fest: Die Hinterbliebenen bekommen keine Entschädigung, die Klage gegen den Bund wurde abgewiesen.

Wir haben eine Diskussion über das posttraumatische Belastungssyndrom, über die seelischen Belastungen geführt und wollten eine finanzielle Geste von der Bundesregierung. Keine Riesensumme, sondern etwas, das den Leuten zu Gute kommt. Das wollten wir einklagen und sind unterlegen, weil sich das Gericht auf den Standpunkt der Bundesregierung gestellt hat, es sei verjährt, man hätte das früher geltend machen müssen. Wir haben darauf hingewiesen, dass die ganzen Phänomene erst später aufgetreten und erkannt worden sind. Die Bundesregierung hat eiskalt die Verjährung ins Spiel gebracht. Jetzt ist die Sache rechtlich erledigt.

Und vom rein Rechtlichen abgesehen?

Man müsste jetzt fragen: Wo ist denn die Bundesregierung? Die haben zwar was für die unmittelbaren Schäden gezahlt, zum Beispiel für die Heilmaßnahmen und anderes. Eine finanzielle Geste, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, um den Menschen in ihrem posttraumatischen Zustand eine Erleichterung zu verschaffen, ist bis heute ausgeblieben. Das kann man ja auch ohne Urteil machen.

Wer sollte sich angesprochen fühlen?

Der Bundesfinanzminister. Und die Landesregierung Rheinland-Pfalz, aber auch die Abgeordneten der Region. Sie haben in Berlin nicht gekämpft.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

Aktuelle Highlights

Do., 23.07.2015 Reißleine zu spät gezogen? FDP beantragt Aktuelle Stunde nach Bühnendebakel Noch Anfang Juli besichtigte die FDP-Fraktion die Bühnen-Baustelle
Der Wiedereröffnungstermin der Bühnen ist nicht zu halten und wird auf unbestimmte Zeit, aber mindestens um 10 Monate, verschoben! Dazu ... mehr
Fr., 10.07.2015 FDP fordert Umgehungsstraße zwischen Bergisch Gladbach und Köln Überregionaler Ansatz zur Lösung örtlicher Verkehrsprobleme Mögliche Trassenführungen
Seit langem sind die Überlegungen, wie die Innenstadt von Bergisch Gladbach und die mit Durchgangsverkehr besonders belastenden Stadtteile ... mehr
Fr., 26.06.2015 Breite: Statt Schrottimmobilie zu kaufen, neue Wohnungen bauen FDP zum Nein zum Kauf des „Chorweiler-Paketes“ Ulrich Breite, MdR
Ein Wohnkomplex mit 1.200 Wohnungen mitten in Chorweiler steht zur Zwangsversteigerung an. Die Immobilie ist im Zustand marode und mit ... mehr

Termin-Highlights

Henriette Reker, erste Oberbürgermsterin für Köln
Liebe Freie Demokraten, liebe Freunde der FDP, OB-Kandidatin, Henriette Reker, lädt zum Stadtgespräch im Bezirk Nippes ein: ...mehr
Liebe Liberale, wir schalten wieder in den Wahlkampfmodus! Am 30. Juli wird die Kampagne zur Oberbürgermeisterinnenwahl vorgestellt. Am ...mehr
Liebe Porzer Freie Demokraten, OB-Kandidatin, Henriette Reker, lädt zum Stadtgespräch im Bezirk Porz ein: Wann: Montag, 3. August ...mehr

Politik-Highlights

Ralph Sterck, MdR
Rede des Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Ralph Sterck, am 23. Juni 2015 anlässlich der Verabschiedung des ...mehr
Yvonne Genauer, MdL
Rede von Yvonne Gebauer, bildungspolitische Sprecherin der ...mehr
Henriette Reker
Freie Demokraten unterstützen unabhängige und parteilose Kandidatin Am 13. September 2015 wählen die Kölnerinnen und Kölner eine ...mehr