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14.08.2008

Bild, Kölner Stadt-Anzeiger und Könische Rundschau

Pressespiegel

DFB-Museum ein Risiko für Stadtkasse?

Ulrich Breite, MdR
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Ulrich Breite, MdR
"Zu teuer für die Stadt"


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Fußball-Museum in den Rheinauhafen
Standort Breslauer Platz zu teuer

Es war eine schöne Idee: ein Fußball-Museum auf dem Breslauer Platz. Doch sie könnte Köln teuer zu stehen kommen. Statt des vom DFB errechneten Gewinns in Höhe von 430.00 Euro im Jahr könnte das Museum jährlich einen Verlust in Höhe von 730.000 Euro einfahren. So hat es die Stadtverwaltung ausgerechnet.

Die Besucherzahlen – völlig überhöht. Mit 370.000 rechnet der DFB jährlich. Zum Vergleich: Ins Römisch-Germanische Museum kamen 2007 genau 170.183 Menschen. Weitere Probleme: Das Grundstück auf dem Breslauer Platz gehört der Stadt nur teilweise, Platz für die geforderten Parkplätze gibt es kaum.

„Wir müssen den Breslauer Platz nicht verramschen. Unternehmen stehen Schlange, um sich dort anzusiedeln“, sagt FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. Sein Vorschlag: Das Fußball-Museum auf oder am Sport- und Olympia-Museum im Rheinauhafen anzusiedeln. „Das Gebäude muss aufgestockt werden, sonst geht es im neuen Rheinauhafen unter. ira


Kölner Stadt-Anzeiger
DFB-Museum ein Risiko für Stadtkasse?
Laut einer Berechnung der Verwaltung drohen sechsstellige Betriebsverluste. Ein DFB-Gutachten sagt dagegen Gewinne voraus.

Von Andreas Damm

Das vom DFB geplante nationale Fußballmuseum, für das der Standort Breslauer Platz als erste Wahl gilt, könnte die Stadtkasse auf Dauer belasten. Nach einer Berechnung des Stadtkämmerers Peter-Michael Soénius drohen dem Museum jährliche Betriebsverluste von 730 000 Euro. Eine vom DFB gewünschte städtische Beteiligung an der Betriebsgesellschaft sei "unter rein betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht gewinnbringend darstellbar", heißt es in einer vertraulichen Mitteilung der Verwaltung an den Rat. Diese Feststellung erfolge "unabhängig von der sport- und kulturpolitischen Bedeutung des Projektes".

370 000 Besucher im Jahr

Die Zahlen aus dem Rathaus stehen im Widerspruch zu einem Gutachten, das ein Beratungsunternehmen im Auftrag des DFB erarbeitet hatte. Der Studie zufolge ist ein Jahresgewinn von 430 000 Euro zu erwarten. Der Kalkulation liegt die Zahl von 370 000 Besuchern zugrunde. Dabei wurde der Eintrittspreis mit sieben Euro berechnet (Kinder und DFB-Vereinsmitglieder fünf Euro). Zum Vergleich: Das Schokoladenmuseum hat im Vorjahr 690 000 Tickets verkauft.

Die städtischen Finanzexperten haben das Ergebnis des Gutachtens überprüft. Allerdings hätten sie sich allein auf "Erfahrungswerte klassischer städtischer Museen" stützen können, heißt es in dem Verwaltungspapier. Es bleibt offen, ob die Kölner Erfahrungswerte einem bundesweit einmaligen Fußballmuseum gerecht werden. Die Stadt hat deshalb bei eine Beratungsfirma für Freizeit und Tourismus ein eigenes Gutachten zur Wirtschaftlichkeit in Auftrag gegeben.

Land soll Rohbau bezahlen

Das Museum soll einer ersten Schätzung zufolge 26,5 Millionen Euro kosten. Das Land Nordrhein-Westfalen soll den Rohbau finanzieren, der Fußballbund den Innenausbau und die Einrichtung. Die Kommune soll das Grundstück bereitstellen.

Köln hatte sich zunächst mit dem Rheinauhafen beworben, in dem sich bereits das Sport- und Olympiamuseum befindet. Dessen Gebäude könnte für den DFB aufgestockt werden. Dieser Vorschlag sei besser, als das Fußballmuseum auf dem Breslauer Platz anzusiedeln, sagte FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite am Mittwoch. Denn die Grundstücke auf der Rückseite des Hauptbahnhofs seien zu wertvoll, um sie dem DFB kostenlos zu überlassen. Zudem müsste die Stadt den überwiegenden Teil des Baulandes erst noch von der Bahn AG und dem Unternehmen Aurelis kaufen. Seine Fraktion sei "verärgert, wie der DFB Kosten und Risiken des Museums unter anderem auf die Stadt abwälzen will", sagte Breite. Am heutigen Donnerstag soll sich der Ratsausschuss für Stadtentwicklung mit dem Vorhaben befassen.

Der Fußballbund will im Jahr 2010 den Grundstein für sein Ausstellungs- und Erlebnisgebäude legen. Im kommenden Monat wollten die Funktionäre entscheiden, mit welcher Stadt sie die abschließenden Verhandlungen führen, heißt es im Rathaus. Konkurrenten sind Oberhausen, Dortmund und Gelsenkirchen. Indes wurde allein Köln als "Top-Standort" eingestuft - für den DFB kommt aber nur der Breslauer Platz in Frage.


Kölnische Rundschau
"Zu teuer für die Stadt"
FDP-Ratsfraktion will das geplante Fußballmuseum nicht am Breslauer Platz

Von Christoph Mathieu

Wenn es nach dem Deutschen Fußballbund geht, soll dessen geplantes Fußballmuseum auf dem Breslauer Platz gebaut werden, sollte Köln den Zuschlag für das etwa 26,5 Millionen Euro teure Projekt bekommen. "OB Fritz Schramma hat voreilig signalisiert, dass der Wunsch erfüllt werden kann", empört sich der FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite. "Dabei gehört der Breslauer Platz gar nicht ausschließlich der Stadt."

Breite berichtet, dass 49 Prozent des Platzes der Bahn, neun Prozent dem Immobilienunternehmen Aurelis und nur 42 Prozent der Stadt Köln gehören. "Der DFB verlangt aber, dass er den Platz kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt. Die Stadt müsste alle Anteile kaufen", sagt Breite. Außerdem wolle der DFB, dass die Stadt für ausreichende Parkmöglichkeiten sorgt. Breite rechnet vor: "Zwar würde das Museum im Idealfall 430 000 Euro Gewinn pro Jahr machen, würde die Stadt aber 730 000 Euro pro Jahr kosten."

Die FDP will daher wieder die Vorschläge ins Gespräch bringen, die die Stadtverwaltung dem DFB vor der Diskussion um den Breslauer Platz gemacht hatte. Das neue Museum hätte laut Breite seinen optimalen Standort auf oder neben dem Sport- und Olympiamuseum am Rheinauhafen. "Wenn die thematisch ähnlichen Museen zusammen stehen, machen sie sich weniger Konkurrenz. Das ist wichtig, weil das Olympiamuseum sowieso nicht gut besucht ist."

Am liebsten wäre es den Kölner Liberalen, wenn der DFB seinen Neubau auf das Olympiamuseum setzen würde. "Das wäre auch für das Höhenkonzept nicht unwichtig", meint Breite. "Denn seien wir ehrlich: Von der Brücke aus gesehen wirkt das Olympiamuseum wie ein Lego-Modell. Mit einem Hochbau würde es deutlich attraktiver werden."


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