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05.08.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Jüdisches Museum soll vor das Rathaus

Ralph Sterck, MdR
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SPD, Grüne und FDP setzen sich durch - Vorerst keine Entkopplung von der Archäologischen Zone

Von Nicole Stötzel

Die Debatte um das Jüdische Museum und die Bebauung des Rathausvorplatzes ging gestern munter weiter. Zweieinhalb Stunden diskutierten die Mitglieder des Hauptausschusses über das Thema. Eine von der CDU geforderte Entkoppelung von Archäologischer Zone und Jüdischem Museum wird es nicht geben. Der Antrag wurde von SPD, Grünen und FDP abgelehnt. "Wir müssen uns der Frage zwar stellen, aber nur, wenn es gar nicht anders geht - jedenfalls nicht mit einem Schnellschuss der CDU", erklärte SPD-Fraktionschef Martin Börschel.

Der Rathausvorplatz sei aber der einzig mögliche Standort für dieses Museum. "Wir sind überzeugt, dass so ein Haus genau an diese Stelle gehört", unterstrich Barbara Moritz (Grüne). Außerdem gehe es längst nicht mehr um "das Ob der Bebauung, sondern nur noch um das Wie", betonte FDP-Fraktionschef Ralph Sterck.

Über die 14 Punkte des Dringlichkeitsantrages von SPD, Grünen und FDP wurde einzeln abgestimmt. So schloss sich OB Fritz Schramma in einzelnen Teilen der Meinung der drei Fraktionen an. Beispielsweise soll der Gewinner des Architektenwettbewerbs noch einmal detailliert darstellen, wie die Baustufen der Archäologischen Zone mit und ohne Museum realisiert werden können. Der OB ist zudem dafür, die Ausstellung bis zur nächsten Ratssitzung am 28. August zu verlängern, Kosten: 2500 Euro.

Die Architekten sollen des weiteren prüfen, wie Nebenräume des Museums in einem Neubau auf dem Kutz-Gelände untergebracht werden können. Zudem soll der künftige Bau vom Wallraf-Richartz-Museum abgerückt werden, damit ein neuer Platz entsteht. Außerdem wird der Förderverein aufgefordert, "umgehend mit der Akquisition von Mitteln für die Errichtung und den Betrieb des Jüdischen Museums zu beginnen".

In der Ratssitzung am 28. August soll der Planungsauftrag gestellt werden. Dann erhält Köln am 22. September den so genannten A-Stempel für die Archäologische Zone und damit Fördermittel im Rahmen der Regionale 2010.

Derweil stellt die CDU Schutzbauten, wie sie bisher über der Archäologischen Zone vorgesehen sind, in Frage. "Wir haben Hinweise von namhaften Architekten, dass solche Schutzbauten nicht unbedingt erforderlich sind, beziehungsweise Materialien gewählt werden können, die den Platz nicht verbauen", mehr wollte Fraktionschef Winrich Granitzka nicht verraten. Das Erstaunen der Ausschussmitglieder jedenfalls war groß.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Haus und Museum der jüdischen Kultur.

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