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31.07.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Anwohner gegen Umbenennung

Michael Birkholz, Mitglied der Bezirksvertretung Chorweiler
Michael Birkholz, Mitglied der Bezirksvertretung Chorweiler
Michael Birkholz, Mitglied der Bezirksvertretung Chorweiler
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Michael Birkholz, Mitglied der Bezirksvertretung Chorweiler
Teil des Damianswegs soll den Namen von Everhard Dolff erhalten

Bis Mitte August können die Betroffenen bei der Stadt ihre Einwände gegen das Vorhaben abgeben.

Von Petra Wischgoll

Volkhoven/Weiler - Es sollte eine Hommage an Everhard Dolff werden, den langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründer des Bürgervereins Volkhoven-Weiler: Während einer zurück liegenden Sitzung der Chorweiler Bezirksvertretung hatte die FDP den Antrag gestellt, einen Abschnitt des Damianswegs nach dem bekannten Bürger zu benennen, der im Jahr 2005 gestorben ist. So könne an seine ehrenamtlichen Verdienste erinnert werden, findet Michael Birkholz von der FDP. Das Stadtteilparlament stimmte zu, der Bürgerverein reagierte begeistert. Auch die Stadtverwaltung unterstützt das Vorhaben - und informierte jetzt die rund 43 betroffenen Haushalte per Post. Die meisten Anwohner sind aber gar nicht begeistert - sie halten die Umbenennung für kostenintensiv und unnötig.

Der Vorschlag betrifft den nördlichen Abschnitt des Weges zwischen Deliastraße und Gertrud-Bollenrath-Weg, der in einer Sackgasse endet. "Wir haben den Bereich ausgesucht, da dort nicht so viele Anwohner wie im restlichen Teil der Straße leben", erklärt Birkholz. Der Damiansweg wird durch die Deliastraße unterbrochen - Poller verhindern die Durchfahrt. Um vom südlichen in den nördlichen Teil und wieder zurück zu gelangen, müssen Autofahrer Umwege über die Deliastraße, Merianstraße und den Fühlinger Weg in Kauf nehmen. Daher unterstützt auch die Stadt das Vorhaben: Aufgrund der Unterbrechung könnten sich Ortsfremde verfahren, der neue Name würde die Orientierung erleichtern, heißt es.

Eine solche Regelung halten viele Anwohner, die in der aus 36 Häusern bestehenden kleinen Siedlung am betroffenen Abschnitt des Weges leben, für unsinnig: "Uns findet mittlerweile jeder, wir sind sogar in Navigationsgeräten für Autofahrer gespeichert", sagt Karl-Heinz Neumann, der seit 1991 am Damiansweg wohnt. Die Probleme, die von der Verwaltung geschildert werden, habe es vor rund 20 Jahren gegeben - damals war Neumann in seinen Neubau eingezogen. "Da gab es nur ein Straßenschild an der Ecke zur Deliastraße, was dann für Orientierungsprobleme sorgte."

Neueintrag im Grundbuch

Die Aufstellung weiterer Wegweiser habe das Problem aber dann gelöst. "Damals hätten wir uns eine Umbenennung gewünscht", sagt Neumann. Er habe sogar bei der Stadt nachgefragt - ohne Erfolg. "Und jetzt kommt die Verwaltung und will den Namen ändern. Dabei ist es doch gar nicht mehr notwendig und verursacht Kosten."

Eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, fügt hinzu: "Bisher ist es auch nie zu brenzligen Situationen gekommen, weil zum Beispiel ein Krankenwagen den Weg hierher nicht gefunden hätte und zu spät gekommen wäre." Die Umbenennung würde nur Probleme schaffen, meint sie: Alles muss umgemeldet, Briefköpfe neu bestellt und der Eintrag ins Grundbuch geändert werden. Da hilft auch das Angebot der Stadt nicht, alle amtlichen Änderungen - etwa bei einem Personalausweis - zu übernehmen. Zudem sei der Name "Everhard-Dolff" ein Zungenbrecher und verleite zu falschen Schreibweisen. "Es würde länger dauern zu erläutern, wie man den Namen schreibt, als den Weg zum Haus zu erklären", sagt Neumann.

Bis zum 18. August haben die Anwohner nun Zeit, ihre Bedenken bei der Stadt einzureichen. Diese werden anschließend der Bezirksvertretung Chorweiler vorgelegt. Dann muss das Stadtteilparlament entscheiden, ob die geplante Umbenennung tatsächlich umgesetzt wird. Michael Birkholz ist optimistisch, schließlich haben die Lokalpolitiker schon zuvor einstimmig für das Vorhaben votiert. Und Anwohner, die dagegen sind, "wird man immer finden", glaubt der Politiker.

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