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07.07.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Die Flaniermeile ist nicht in Sicht

Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
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Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
Politiker kritisieren den Stillstand beim Projekt "Ehrenfelder Bahnbögen"

Die Bezirksvertretung Ehrenfeld will den Schandfleck am Bahndamm beseitigen lassen.

Von Heribert Rösgen

Ehrenfeld - "Es muss sich endlich was tun" - nicht nur die Geduld von SPD-Bezirksvertreter Hans-Peter Juretzki ist beim Thema "Ehrenfelder Bahnbögen" langsam zu Ende. "Die hochtrabenden Pläne, die uns vorgestellt wurden, sind bis heute nicht realisiert", stellte Juretzki fest. Damit dies aber bald geschieht, forderte die Bezirksvertretung Ehrenfeld auf Antrag der SPD-Fraktion vom Stadtentwicklungsausschuss und von der Verwaltung, Druck auszuüben auf die Deutsche Bahn AG sowie auf den Investor, das Unternehmen "Bahnbögen Köln".

"Man hat ja Angst, durch die Straße zu gehen." Marlis Pöttgen

"Wir fühlen uns auch an der Nase herumgeführt", stimmte CDU-Fraktionsvorsitzender Niklas Kienitz den Sozialdemokraten zu. Grundsätzlich handele es sich um attraktive Pläne, mit denen die Bahnbögen entlang der Bartholomäus-Schink-Straße in eine Flaniermeile mit überwiegend gastronomischen Angeboten verwandelt werden sollen. Auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Kirsten Reinhardt bedauerte, den scheinbaren Stillstand der Arbeiten. "Wir sind ja alle daran interessiert, dass es hier weitergeht. Daher hätte ich mir einen gemeinsamen Antrag gewünscht", sagt Kirsten Reinhardt. FDP-Vertreterin Marlis Pöttgen kritisierte, dass der Bauzaun seit kurzem teilweise mit einer dunklen Plane verhüllt sei: "Man hat ja Angst durch die Straße zu gehen."

Die vom Inhaber des Unternehmens "Bahnbögen Köln" Lutz Figge zuletzt genannten Termine wurden nicht eingehalten. Demnach hätten bereits im Herbst 2007 die ersten Restaurants eröffnen sollen. Für Ende April 2008 kündigte Figge die Fertigstellung eines der Bahnbögen an. Dieser sollte eine Metallfassade erhalten, die als Serienprodukt später auch an den anderen Bögen montiert werden soll. Auch dieser Termin platzte. Auf Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeiger" erklärte Figge dies mit Fertigungsproblemen, die aber in Kürze behoben seien. Zugleich kritisierte Figge, dass die städtische Bauaufsicht von ihm einen Nachweis für Pkw-Stellplätze verlange und dabei Kriterien wie bei Neubauten zugrunde lege. Figge argumentiert dagegen, dass er ein bereits vorhandenes Baudenkmal umbaue und keinen Neubau schaffe - und dass dafür andere Maßstäbe gelten sollten.

Weiter ungelöst scheint auch das Problem der kreuz und quer abgestellten Fahrräder auf dem Gerhard-Wilczek-Platz vor dem Ehrenfelder Bahnhof zu sein. Zwar wurden im April im Tunneldurchgang, der zu den Bahnsteigen führt, "Haarnadeln" installiert, an die insgesamt 88 Fahrräder angekettet werden können, doch die Hoffnung der Verwaltung, die Situation würde sich bessern, erfüllte sich bislang nicht. Die Abstellplätze an den "Haarnadeln" sind in der Regel morgens schnell erschöpft, so dass Drahtesel weiterhin auch auf dem Platz abgestellt werden. Bevorzugt werden sie dabei an Metall-Sitzbänken und Pollern, die den Platz umgeben, befestigt. (03.07.2008)

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