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28.06.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Schön ruhig die Kugel schieben

Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
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Marlis Pöttgen, Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld
Der Lenauplatz soll bald richtig aufpoliert werden

Rund 300 000 Euro investiert die Stadt, damit die Neuehrenfelder einen attraktiven Treffpunkt bekommen.

Von Heribert Rösgen

Neuehrenfeld - Vielleicht schon in diesem Herbst, spätestens aber im Frühjahr 2009 ist es endlich so weit: Der Lenauplatz wird aufpoliert. Dabei können sich die Bürger des Viertels auf ein ganz neues Platzgefühl gefasst machen, denn es wird einige bedeutende Änderungen in der Gestaltung geben.

Die Hochbeete mit ihren altmodischen Einfassungen aus Waschbeton sollen komplett mitsamt ihrem Strauchbestand verschwinden. Sieben Bäume werden gefällt. Das verbleibende Grün aus jeweils fünf alten Kastanien- und Lindenbäumen wird durch sechs neue Bäume am Platzrand zur Lenau- und zur Hauffstraße ergänzt. Insgesamt acht Sitzbänke sollen dort aufgestellt werden.

Im Grünflächenamt, für das Landschaftsarchitektin Sabine Rauchschwalbe die Pläne in der Bezirksvertretung Ehrenfeld vorstellte, verspricht man sich dadurch die Schaffung einer "Ruhezone". Aktiv werden darf man da aber trotzdem, denn dieser Teil des Platzes erhält eine wassergebundene Decke, auf der Boule-Spieler ihre Kugeln werfen können. Wie so etwas aussieht, kann bereits auf dem nahe gelegenen Takuplatz bestaunt werden.

Die Sitzbänke sind in Blickrichtung Max-und-Moritz-Brunnen angeordnet, der eine ovale Pflaster-Einfassung bekommen soll. Helles Betonsteinpflaster, wie es bereits für die Gehwege rund um den Platz verlegt wurde, soll den größten Teil der Platzfläche bedecken. Um die Baumgruppe am Platzrand zur Landmann- und Eichendorffstraße herum wird ein begehbares Beet aus Lava-Granulatschicht angelegt, das so genannte "Kölner Substrat", wodurch die Bäume bessere Lebensbedingungen bekommen sollen. Auch die in der Platzmitte stehenden Bäume erhalten ein solches Beet anstelle der bisherigen Einfassungen um jeden einzelnen Baum. Ganz verschwinden wird der völlig heruntergekommene Asphaltbelag.

Zwar stimmten die Bezirksvertreter den Plänen und den voraussichtlichen Kosten von 300 000 Euro zu, doch gab es auch kritische Anmerkungen. Bezirksvertreter Carl Barthel vermisste das "gewisse Etwas" für den Lenauplatz. Dies könne beispielsweise ein nicht alltägliches Leuchtenkonzept sein, schlug Barthel vor. Bezirksvertreterin Marlis Pöttgen (FDP) hätte gerne Heckenpflanzungen oder Blumenkübel gesehen. Hierzu erläuterte Sabine Rauchschwalbe, dass es gerade das Anliegen der Verwaltung sei, sich derartige Kosten zu sparen. Unbenommen sei es den Bürgern, selber Beete zu bepflanzen, etwa rund um die Bäume. "Die Stadt hat für die Pflege solcher Hecken, Sträucher oder Pflanzkübel kein Geld", sagte die Landschaftsarchitektin. (26.06.2008)

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