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26.06.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Sterck: Entwurf ist beste Lösung für den Rathausvorplatz

Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
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Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
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Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
Kritik an Schramma wegen Fehlens im Preisgericht

Zur Diskussion um die Bebauung des Rathausvorplatzes erklärt Stadtentwicklungsausschussmitglied und FDP-Fraktionsvorsitzender Ralph Sterck, der auch Preisrichter im entsprechenden Wettbewerb war:

Seit zwei Wochen hat der Ratsbeschluss von 2006 zum gleichzeitigen Bau einer Archäologischen Zone und eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur auf dem Rathausvorplatz ein Gesicht. Mit dem preisgekrönten Entwurf der Architekten Wandel, Hoefer, Lorch und Hirsch aus Saarbrücken haben wir ein Büro an der Seite, das durch seine bisherigen Arbeiten wie das Jüdische Museum in München hervorragende Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen unseres historischen Erbes und des sensiblen Ortes erwarten lässt.

Das Preisgericht hat sich auch deshalb für den Entwurf entschieden, weil es die Hülle des Jüdischen Museums als Schutzbau für die nah der Oberfläche des Rathausvorplatzes liegenden historischen Funde bildet. Damit entfallen „Grabplatten“ auf dem Platz und teilweise peinliche Schutzbauten, die die Mikwe oder die Synagoge in ihren Umrissen nachbilden sollten. So wird bereits mit der Realisierung der Ausgrabungszone die gewünschte städtebauliche Fassung des Rathausplatzes mit seiner Renaissancelaube im Vorkriegszustand wiederhergestellt.

Der Oberbürgermeister war als Preisrichter für den Wettbewerb benannt, hat aber sein Mandat an Stadtentwicklungsdezernenten Streitberger weitergegeben und sich nur im Rahmen eines ‚Stop-over’ über die Architekturentwürfe informiert, ohne seine Meinung zu einzelnen Beiträgen zu äußern. Lediglich zur Pressekonferenz, als die Ergebnisse vorgestellt wurden, war er wieder zur Stelle. Wenn er nun die Auswahl der hochkarätig besetzten Jury kritisiert, ohne seine Chance an einer Mitwirkung – wie so oft – genutzt zu haben, ist das schlechter Stil.

Mehr noch: beim geplanten Ort für das jüdische Haus auf dem Rathausvorplatz handelt es sich um eine Ratsentscheidung, die nach zwei Symposien zum Standort bzw. zum Inhalt gefällt wurde. Das erste hatte sich 2001 mit sieben möglichen Standorten in der Innenstadt – u.a. auch das Gelände von Haus Kutz – beschäftigt und einhellig den Rathausvorplatz wegen der Authentizität seiner jüdischen Vergangenheit empfohlen. Sicher lasse ich jedem seine persönliche Meinung in dieser Frage, aber ich erwarte vom Oberbürgermeister, dass er die Ratsbeschlüsse umsetzt.

Sicher bedarf es bei dem Entwurf noch Überarbeitungen, die das Preisgericht dem Siegerbüro auch bereits mit auf den Weg gegeben hat: Die Bebauung muss vom Wallraf-Richarz-Museum abrücken und die Höhe an der Ecke zur Renaissancelaube reduziert werden. Von der Verwaltung erwarte ich nach der Sommerpause einen Zeit-Maßnahmenplan, wie wir das Projekt auf der Basis der bisherigen Beschlusslage realisieren und bis zur Regionale 210 schon möglichst viel von unseren unterirdischen Schätzen sichtbar machen können.

Insgesamt wird mit diesem Projekt auch die jahrelange Arbeit der Liberalen in Detailfragen wie der Erschließung der Ausgrabungen durch den ehemaligen Ratskeller und Glaubensfragen wie dem Standort für das jüdische Haus auf dem Rathausvorplatz belohnt. Ich bin dem Land und der Regionale 2010 in diesem Zusammenhang sehr dankbar für das Engagement für das Projekt, das nachhaltig in der Stadt wirken wird. Und ich wünsche der Stiftung für das Haus und Museum der jüdischen Kultur viel Erfolg für die Akquisition der nötigen Mittel.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Haus und Museum der jüdischen Kultur.

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