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09.07.2008

FDP-Kreisverband Köln

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LibAK Medienpolitik zu Besuch in der WAK

Wout Nierhoff
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Wout Nierhoff
Die Westdeutsche Akademie für Kommunikation in Bayenthal ist eine private Fort- und Weiterbildungsstätte der Werbewirtschaft

Von Heike Schmitz-Menn

Auf Initiative von Werner D. Ludwig besuchte der LibAK Medienpolitik der FDP-Köln mit seinem Vorsitzenden Wout Nierhoff am 26. Mai 2008 die WAK, die Westdeutsche Akademie für Kommunikation e.V. in Köln-Bayenthal.

Bereits 1956 wurde die WAK als alternative private Ausbildungsstätte für Berufe der Werbewirtschaft gegründet. Die Studiengänge der WAK waren und sind so angelegt, dass sie sich durch eine besondere Praxisnähe auszeichnen. Getragen wird die WAK bis heute von einem gemeinnützigen Verein, dem Verlage, Werbeagenturen, Industrieunternehmen und namhafte Einzelpersonen angehören. Unterstützung erfährt die WAK u.a. auch von der IHK Köln. Die WAK hat bundesweit in der Werbewirtschaft seit vielen Jahren einen guten Ruf. Dementsprechend kommen auch die Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet.

Derzeit werden 12 verschiedene Studiengänge in Tages-, Abend- und Wochenendform angeboten, die sich zum Teil als Alternative zum Werbekaufmann verstehen. Unter den von der WAK angebotenen Studiengängen sind etwa der Studiengang zum Kommunikationswirt, der staatlich geprüfte Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Marketing-Kommunikation, der Marketing-Fachkaufmann, der Werbewirt oder auch der Fachwirt Messe- und Eventmanagement. Hinzugekommen ist die Ausbildung zum Fachwirt für Online-Marketing. Zudem wird neu und bundesweit einzigartig die sogenannte Tandem-Ausbildung Marketing-Kommunikation angeboten. Hierbei handelt es sich um eine integrativ-parallele Ausbildung zum Kaufmann für Marketing-Kommunikation und zum staatlich geprüften Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Marketing-Kommunikation.

Der Praxisbezug ist insbesondere dadurch gewährleistet, dass die Studierenden neben der theoretischen Ausbildung eine praktische Tätigkeit in der Werbewirtschaft nachweisen müssen. Zudem werden etwa im Studiengang zum Kommunikationswirt von Sponsoren aus der Wirtschaft Projekte zur Bearbeitung durch die Kursteilnehmer ausgeschrieben und prämiert: auf diese Art und Weise wurde etwa das bekannte Regenwaldprojekt' der Krombacher Brauerei initiiert.

Aufgrund nachlassender Attraktivität der Medien- und Werbebranche ist allerdings die Zahl der Studierenden und Absolventen an der WAK stark rückläufig. Probleme bereitet dabei auch die im Bereich der privaten Ausbildungsinstitute teilweise fehlende staatliche Anerkennung. Die WAK ist bemüht, die Nachteile zu kompensieren. So will sie etwa mit der bereits erwähnten Tandem-Ausbildung Marketing-Kommunikation oder auch mit dem Angebot eines Bachelors in Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Hochschule in Berlin neue Akzente setzen. Das Akkreditierungsverfahren wird hierbei von der Steinbeis-Hochschule durchgeführt. Eine vergleichbare Institution wie die der WAK, mit der man in ständigem Austausch stehe, gebe es ansonsten nur noch in München, so Geschäftsführer und Akademieleiter Mirko Rütz. Aufgrund der räumlichen Entfernung sei hier keine unmittelbare Konkurrenzsituation gegeben und man strebe eine engere Zusammenarbeit hinsichtlich einiger zukünftiger Projekte an.

Zum örtlichen Umfeld der WAK in Köln-Bayenthal äußerte sich Mirko Rütz zufrieden: insgesamt profitiere man vom Medienstandort Köln, wenngleich die Anzahl der in Köln ansässigen namhaften größeren Werbeagenturen in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Der Ausbau der Bonner Straße führe zu einer besseren Anbindung des Standorts an den öffentlichen Personen- Nahverkehr.


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