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20.06.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Glockenspiel erklingt seit 50 Jahren

Ratsturm
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Ratsturm
Kölsche Tön vom Turm

Feierstunde am Ratsturm beginnt am heutigen Freitag um 11.15 Uhr - 24 Melodien

Die größte der 48 Glocken wurde von Konrad Adenauer gestiftet.

Von Clemens Schminke

"Es waren zwei Königskinder", so klingt es über den Rathausplatz. Außerdem "freit ein wilder Wassermann", und "es richten drei Richter". Die Lieder stellen die aktuelle Auswahl des Repertoires dar, das für das Glockenspiel im Ratsturm zur Verfügung steht. Vor 50 Jahren hat das Kölner Handwerk den Klangapparat, den Maschendraht vor Tauben schützt, fertiggestellt. Daran erinnert eine Feierstunde am heutigen Freitag, zu der Oberbürgermeister Fritz Schramma die Kreishandwerkerschaft und alle Bürger eingeladen hat. Die Feier beginnt um 11.15 Uhr vor dem Historischen Rathaus dem Anlass gemäß mit Glockenmusik und endet ebenso gut eine Stunde später.

In den 1950er Jahren stifteten die Kölner Handwerksinnungen 45 Glocken des Geläuts; dazu kamen zwei Exemplare, die Vereine schenkten, sowie das größte und schwerste Stück, an dessen Stifter ebenfalls eine eingravierte Inschrift erinnert: Konrad Adenauer. Die 48 Glocken haben ein Gesamtgewicht von etwa 14 Tonnen, wurden von der Firma Eijsbouts im niederländischen Asten gegossen und in Köln installiert. 125.000 DM betrugen die Gesamtkosten. Allein die verwendete Bronze war 50.000 DM wert; heute müsste man dafür 112.000 Euro bezahlen, erklärt Engelbert Rummel, Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft.

Auf zwei Arten lässt sich das Geläut zum Klingen bringen: entweder mit der Hand, die Schlagstöcke und dadurch Drahtseilzug und Klöppel in Bewegung setzt, oder per Computer, der durch einen Magnetismus dafür sorgt, dass die metallenen Hämmer an die Außenwand der Glocken schlagen und zurückfallen. 24 Melodien sind programmiert und werden unter anderem der Jahreszeit entsprechend ausgewählt. Das Glockenspiel, so schwärmt Rummel, biete den Bürgern eine Möglichkeit der "Identifikation mit ihrer Stadt" und lade auswärtige "Gäste zum Verweilen ein". Täglich ist es (A.d.fdp-koeln.de-Redaktion: auf Initiative der FDP) um 9, 12, 15 und 18 Uhr zu hören.

Nicht jedem ist das Repertoire an Volks- und Heimatliedern recht. So hat die FDP im Sommer vorigen Jahres eine "Ratsinitiative" zur Einführung einer "modifizierten Melodieliste" angestoßen, weil das bisher gebotene Liedgut - von "Mein Hut, der hat drei Ecken" bis zum "Jäger aus Kurpfalz" - "altbacken" sei: "Da ist selbst die »Mundorgel« origineller." Abhilfe könne vor allem die Aufnahme von mehr kölschem Liedgut schaffen, wie beispielsweise "In unserem Veedel" und "Am Dom zo Kölle". Das Thema ist nicht vom Tisch. Laut Rummel wird die Anregung "intensiv" von der Verwaltung geprüft.


Kommentar von Peter Berger
Kölsche Tön vom Turm

Die Verwaltungsmühlen mahlen langsam. Und so werden vom Glockenspiel am Ratsturm, das am heutigen Freitag 50 Jahre alt wird, wohl noch lange keine kölschen Tön erklingen. Vor einem Jahr hat die FDP die "Ratsinitiative für eine modifizierte Melodienliste" gestartet. In der Zwischenzeit haben Höhner, Bläck Fööss, BAP und Räuber gefühlte 200 neue Kölsch-Songs geschrieben - und die müssen intensiv geprüft werden.

Wobei man die Frage stellen könnte, ob Köln-Besucher mit kölschen Heimatmelodien wie "Am Dom zu Kölle" oder "Viva Colonia" überhaupt etwas anfangen können. Aber diese Frage stellt sich in Köln nicht. Weil es darum geht, dass der Kölner den zwei Seelen seiner Brust folgen will: Welt-Metropole sein und die Gemütlichkeit einer Kaffeebude bewahren. Das hat mal ein Köln-Psychologe rausgefunden. Und er hat ja so recht.

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