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12.06.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Außen und innen nass

Bild verkleinern
Fast perfekte Hochschulmeisterschaften

Hervorragende Atmosphäre im Schwimmbad durch tollen Leistungssport und Fun-Konzepte.

Von Arne Knöchel

Als Dr. Norbert Stein, Leiter des Hochschulsports der Kölner Sport-Universität, zur Eröffnung der nationalen Hochschulmeisterschaften im Schwimmen das Mikrofon in die Hand nahm, vernahmen die 700 Teilnehmer zunächst nur eines: Stille. Nach einer Schrecksekunde sollten seine Worte "ich verspreche Ihnen, dass dies der letzte technische Fehler sein wird" allerdings wegweisend sein. Und nicht nur die Technik spielte von nun an mit.

Auch die Leistungen der Sportler waren den Titelkämpfen entsprechend. Allen voran die Vorstellung der Kölnerin Kerstin Vogel (23). Sie gewann ihre Paradedisziplin, die 50 Meter Brust, mit einem neuem Veranstaltungsrekord von 32,35 Sekunden und weitem Vorsprung. Außerdem siegte sie über 50 Meter und 100 Meter Freistil und bewies auch bei ihren Starts in siegreichen Staffeln der Kölner Wettkampfgemeinschaft, dass sie die schnellste Frau der Hochschulmeisterschaften war. So erhielt sie auch den Preis für die beste weibliche Leistung. "Die Meisterschaften habe ich hauptsächlich zur Formüberprüfung am Ende einer erfolgreichen Saison genutzt", sagte Kerstin Vogel. Die Europameisterschafts-Vierte von Eindhoven wird nun bald in die Sommerpause gehen.

Auch die Kölner Rückenspezialisten Kristina Braun (22) und Daniel Bullich (23) konnten sich über ihre Lieblingsstrecken gegen Konkurrenten aus der gesamten Republik behaupten und errangen die Titel der deutschen Hochschulmeister. Doch die eigentliche Stärke der Kölner lag im gesamten Team. So gewannen sie die Mixed-Staffeln über Rücken und Delfin, die Freistilstaffel der Männer, die Lagenstaffel der Frauen und zum Abschluss die Mixed-Bruststaffel mit einem neuem Veranstaltungsrekord.

Erfolgreich waren jedoch nicht nur die Sportler. Auch das Organisationsteam um Leiterin Ilka Heilemann (22) wurde in den höchsten Tönen gelobt. "Hier bietet sich uns eine beeindruckende Kulisse. Das, was das Organisationsteam auf die Beine gestellt hat, ist fantastisch", erklärte Dr. Ingo Wolf (53), Innen-und Sportminister des Landes. Auch die Sportler waren sichtlich vom Konzept beeindruckt. "So eine Stimmung habe ich bei einem Schwimmwettkampf noch nie erlebt", erklärt eine Teilnehmerin aus Aachen. Sehr zufrieden war auch Ilka Heilemann. "Ich bin unglaublich froh, dass die Wettkämpfe so reibungslos abgelaufen sind," sagt die Chefin des Orga-Teams nach dem Abschluss der dreitägigen Wettkämpfe.

Das hochgesteckte Ziel, die besten Titelkämpfe aller Zeiten auszurichten, hatten die Kölner erreicht. "Mein Dank gilt meinem Team und allen Volunteers, die manchmal auch bis zum Umfallen am Gelingen der Meisterschaften gearbeitet haben", fügt sie mit endlich wieder entspannter Miene hinzu.
Da sah das Gesicht des ein und anderen Springers beim erstmalig ausgetragenen Fun-Event X-Diving schon anders aus, als er aus dem Wasser stieg. Oft mit weinroten Flecken auf dem Rücken oder den Oberschenkeln versehen, wie sie gerne durch die Einschläge ins Wasser entstehen, zeigten die Athleten des Fun-Events spektakuläre Sprünge in der Müngersdorfer Schwimmhalle. Doch wirklich verletzt wurde niemand.

"Wir hätten jeden Springer sofort disqualifiziert, der unverantwortliche Kamikaze-Aktionen unternommen hätte", sagt Florian Tepper, der Verantwortliche für den Sprungwettbewerb, als die Springer sich virtuos um sämtliche Körperachsen drehend in die Tiefe stürzten. Es war der Startschuss zu einem rauschenden Abend, bei dem als Fun-Höhepunkt um den Titel der Bierstaffel geschwommen wurde. Es passte ins Bild, dass die frenetisch angefeuerte Kölner Mannschaft mit großem Vorsprung gewann.

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