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30.05.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

37 Jahre beim Landschaftsverband

Innenminister Dr. Ingo Wolf, MdL
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Landesdirektor Molsberger in den Ruhestand verabschiedet

Der Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Jürgen Wilhelm, wirbt für den Erhalt der Verwaltungsstrukturen.

Köln - Mit einem kleinen Festakt im Landeshaus am Deutzer Rheinufer ist der Chef des Landschaftsverbandes (LVR), Udo Molsberger in den Ruhestand verabschiedet worden. 400 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft begrüßten auch seinen Nachfolger Harry Voigtsberger, der bislang als Kämmerer des LVR gearbeitet hat.

Molsberger habe dafür gesorgt, dass der LVR "beweglich bleibt und sich nicht selbst genügt", sagte der Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Jürgen Wilhelm, der die Gelegenheit nutzte, für den langfristigen Erhalt des LVR zu werben. "Wir benötigen einen starken Staat und leistungsfähige Kommunen", sagte er in Richtung Landesinnenminister. Privatisierungen seien keineswegs ein Heilmittel für alle Fälle. Dem "Privatisierungsfetisch" hinterherzulaufen habe nichts mit Modernität zu tun.

Minister Ingo Wolf (FDP), der Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vertrat, warb für das Konzept der Landesregierung für schlankere Verwaltungsstrukturen, hob in seiner Rede jedoch vor allem die Gemeinsamkeiten mit der Kölner LVR-Spitze hervor. So habe man sich gemeinsam "für das kulturelle Erbe in NRW" eingesetzt.

Molsberger wünschte sich zu seinem Abschied, dass die Aufgabe des "Betreuten Wohnens" über 2010 hinaus bei den Landschaftverbänden verbleibt. Er lobte die Entscheidung der Landschaftsversammlung, die LVR-Kliniken nicht zu privatisieren. Mit großen Projekten wie dem Nationalpark Eifel oder dem Max-Ernst-Museum in Brühl habe der LVR gezeigt, dass er nicht nur aus finanziellen Gründen, "sondern auch inhaltlich - neudeutsch aus Gründen des Know-how - gebraucht wird". (fra)

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