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30.05.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Razzia bei der Telekom

Gerhart R. Baum
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Gerhart R. Baum
In Spitzelaffäre Ermittlungen gegen Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel

Arbeitnehmervertreter erstatten Strafanzeige gegen den Konzern.

Von Evelyn Binder und Thomas Wüpper

Berlin/Köln - In der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom hat die Bonner Staatsanwaltschaft nun offiziell Ermittlungen gegen den früheren Konzernchef Kai-Uwe Ricke, den früheren Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel sowie sechs weitere Personen aufgenommen. Bei einer Razzia in der Bonner Konzernzentrale sowie der Zentrale von T-Mobile wurde Beweismaterial sichergestellt. Durchsucht wurden auch Privaträume sowie eine Firma in Berlin.

DGB-Chef Michael Sommer und Verdi-Vorstand Lothar Schröder haben derweil Strafanzeige gegen die Telekom erstattet. Sie befürchten, als Aufsichtsräte des Konzerns bis in die Privatsphäre hinein bespitzelt worden zu sein. Man habe den begründeten Verdacht, dass gegen elementare Grundrechte verstoßen worden sei. Als Anwälte haben sie den früheren Bundesinnenminister Gerhart Baum sowie die vormalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin beauftragt. Baum wollte sich auf Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeiger" nicht zu dem Fall äußern. Es sei noch zu früh.
Offiziell geht es bei den Ermittlungen um den Vorwurf der missbräuchlichen Verwendung von Daten und der Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses. Die Telekom soll in Rickes Amtszeit Daten von Managern und Journalisten ausgespäht haben, um ein Leck im Unternehmen zu finden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, sollen auch Bankdaten ausgespäht worden sein. Zudem sollen mit einer Software Bewegungsprofile einzelner Personen erstellt worden sein. Über die Kostenstelle des Vorstandschefs sei die Rechnung einer Datenauswertungsfirma wenige Tage nach René Obermanns Amtsantritt beglichen worden. Obermann betont, davon erst Mitte 2007 erfahren zu haben. Telekom-Aufsichtsratschef Ulrich Lehner, zeigte sich "entsetzt" über die Affäre. Bundesinnenminister Schäuble hat laut "FAZ" die Chefs der Telekomanbieter für Montag einbestellt, um mit ihnen über den Datenschutz zu sprechen.

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