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29.05.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Laufband über den Rhein wird geprüft

Vor 15 Jahren forderte die FDP das Laufband über den Rhein
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Vor 15 Jahren forderte die FDP das Laufband über den Rhein
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Vor 15 Jahren forderte die FDP das Laufband über den Rhein
Machbarkeitsstudie soll mögliche Verbindung zwischen den Bahnhöfen untersuchen

Baudezernent Streitberger äußert sich eher skeptisch zu den Chancen einer Realisierung.

Von Matthias Pesch

Die Diskussion über eine bequeme Fußgänger-Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Deutzer Bahnhof geht in die nächste Runde: Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) ist dabei, eine Machbarkeitsstudie für ein solches Projekt in Auftrag zu geben. "Wir wollen keine bunten Pläne, sondern technisch realisierbare Vorschläge", betonte VRS-Geschäftsführer Norbert Reinkober. Denkbar wäre nach seinen Worten beispielsweise ein - seit Jahren immer mal wieder diskutiertes - Laufband über die Hohenzollernbrücke, aber auch ein Seilbahnsystem, wie es etwa zur Bundesgartenschau im Jahr 2011 in Koblenz geplant ist.

Warum solch eine Verbindung aus seiner Sicht nötig ist, begründete Reinkober mit der knappen Formel: "Eine Stadt, ein Bahnhof." Wegen der wachsenden Bedeutung des Deutzer Bahnhofs für den Fernverkehr der Bahn müssten beide Stationen im Prinzip als eine einzige begriffen werden. Die Entfernung sehen die Befürworter des "doppelten Hauptbahnhofs" dabei nicht als Problem; schließlich legten die Passagiere auf großen Flughäfen ähnliche Strecken zurück. Anlässlich der "2. Eisenbahnkonferenz" im Oktober vorigen Jahres hatte Oberbürgermeister Fritz Schramma erklärt, eine technische Lösung für den Passantentransport müsse "ästhetisch und funktional sein". Stadt, VRS und Industrie- und Handelskammer (IHK) hatten damals vereinbart, das Projekt voranzubringen.

Baudezernent Bernd Streitberger äußerte sich gestern zufrieden darüber, dass zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt und nicht sofort ein Ideenwettbewerb ausgelobt werden soll. So könnten zunächst einmal die Grundlagen für solch ein Vorhaben geprüft werden. Der Dezernent verhehlte nicht seine Skepsis gegenüber dem Projekt. Er verwies darauf, dass bereits heute in kurzen Intervallen Züge zwischen Hauptbahnhof und Deutz verkehrten. "Es wäre schon eine fundamentale Verbesserung, wenn die Fahrgäste, die umsteigen wollen, über die Abfahrtzeiten im jeweils anderen Bahnhof informiert würden", sagte Streitberger. Er wies zudem darauf hin, dass es "weit gediehene Pläne" gebe, den Fußweg auf der Nordseite der Hohenzollernbrücke behindertenfreundlich mit dem Breslauer Platz zu verbinden und den Übergang auch rechtsrheinisch bis zur Messe-City hin zu verlängern.

Die Idee eines Laufbands über die Brücke ist im Übrigen nicht neu. Anfang der 90er Jahre zum Beispiel waren auf Initiative des damaligen FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Leirich bereits Zeichnungen und Pläne für solch ein Transportmittel erstellt und diskutiert worden. Laut Dezernent Streitberger haben Ingenieure vor einigen Jahren die Kosten für ein solches Projekt auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. VRS-Geschäftsführer Reinkober rechnet bis Ende des Jahres mit Ergebnissen der Machbarkeitsstudie.


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