Köln kann mehr
alle Meldungen »

28.05.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Ein umstrittener Katalog von Wünschen

Bild verkleinern
Gewerkschaften präsentieren ein Forderungspapier und lassen Politiker Stellung dazu beziehen

Von Lars Hering

Der Termin für die nächste Kommunalwahl ist erst in gut einem Jahr. Doch die Gewerkschaften haben den Parteien gestern schon mal klar gemacht, was sie wollen. Die Spitzen der im Rat vertretenen Parteien - Pro Köln war nicht eingeladen - und Wirtschaftsdezernent Norbert Walter Borjans nahmen zu einem umfangreichen Forderungskatalog zu den Themen Arbeit und Ausbildung sowie Zukunft der städtischen Töchter Stellung.

Etwa 200 Kölner Betriebsräte hatten DGB und Verdi zur Kommunalpolitischen Konferenz ins Ausbildungszentrum der Rheinenergie eingeladen. Selbstbewusst begründete Peter Densborn, Betriebsratsvorsitzender der KVB, die Forderungen mit der Bilanz des Stadtwerkekonzerns 2007: ein Überschuss von 151 Millionen Euro. "Das ist vor allem ein Verdienst der Arbeitnehmer."

Bürgermeister Josef Müller (CDU) bezeichnete die Forderungen als einen "großen Katalog von Wünschen". Über eine Privatisierung der städtischen Töchter werde in seiner Partei zurzeit nicht gesprochen.

SPD-Fraktionschef Martin Börschel sagte in der von Rundschau-Lokalchef Stefan Sommer moderierten Diskussion, für ihn seien Unternehmensverkäufe im "Kernbereich" der Daseinsvorsorge ausgeschlossen. Was allerdings dazu gehöre, könne sich im Laufe der Zeit auch ändern.

Streitbar zeigte sich FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. In vielen Bereichen gebe es "Spielraum, ob es Private nicht besser können". Die Gewerbesteuer müsse gesenkt werden. "Das wäre ein Signal für den Wirtschaftsstandort." Kritik an solchen Äußerungen hatte Sterck einkalkuliert.

Für die Grünen setzte Fraktionschefin Barbara Moritz einen Gegenpol. Sie forderte, städtische Unternehmen nicht im Wettbewerb mit Privatunternehmen zu beschränken. Die Überschüsse städtischer Töchter kämen schließlich allen zugute.

Einen neuen Aspekt brachte Jörg Detjen, Fraktionsvorsitzender der Linken, ein: "Wir sollten auch mal über Rekommunalisierung sprechen."

Zum Auftakt der Tagung hatte Wirtschaftdezernent Dr. Norbert Borjans aufgezeigt, welche Bemühungen die Verwaltung beim Kampf um Arbeitsplätze, Ausbildung und Standortmarketing unternimmt. Er machte dabei deutlich, welche Erfolge möglich sind, sagte aber auch, wo die Grenzen der Spielräume kommunalen Handelns sind.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

Aktuelle Highlights

Mi., 27.01.2016 Sterck: Neuen Stadtteil Kreuzfeld schnell realisieren FDP begrüßt überraschende Unterstützung der SPD Kreuzfeld-Schild: Einst geplant, dann gestrichen
Die Initiative der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln aus ... mehr
Do., 21.01.2016 Ruffen/Gebauer: Schulkonferenzen sind ihrer Mitwirkung beraubt worden Schulrechtsänderung bei Wahl von neuen Schulleitungen Stefanie Ruffen
Der Landtag von NRW hat mit den Stimmen von SPD und Grünen am 24. Juni 2015 das 12. Schulrechtsänderungsgesetz beschlossen. Bei den vielen ... mehr
Sa., 16.01.2016 Wahrheit ans Licht bringen Lindner und Laschet zur Beantragung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses FDP-Landtagsfraktion NRW
Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Armin Laschet, und der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christian Lindner, haben die ... mehr

Termin-Highlights

Johannes Vogel
Einladung zum Fischessen Aschermittwoch, 10. Februar 2016, 19 Uhr im Restaurant „Belgischer Hof“, Brüsseler Straße 54, 50674 Köln Als ...mehr

Mi., 24.02.2016, 19.00 Uhr
Kreisparteitag der FDP-Köln
Yvonne Gebauer, MdL
Sehr geehrte Damen und Herren, auf Beschluss des Kreisvorstandes lade ich Sie gemäß § 12 der Satzung des Kreisverbandes Köln ein zum ...mehr
Weitere Informationen und Anmeldung für diese Veranstaltung unter folgendem Link: ...mehr

Politik-Highlights

Ulrich Breite, MdR
Laudatio zur Übergabe des Friedrich-Jacobs-Preises 2015 an die Sportjugend Köln für das Angebot Mitternachtssport Lieber Herr ...mehr
Henriette Reker
Freie Demokraten unterstützen unabhängige und parteilose Kandidatin Die Kölnerinnen und Kölner wählen eine neue ...mehr
Yvonne Genauer, MdL
Rede von Yvonne Gebauer, bildungspolitische Sprecherin der ...mehr

alle Videos »

Videothek

Friedrich-Jacobs-Preisverleihung 2015