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21.05.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Teure Attraktion fürs rechte Ufer

Zwischen den Brücken vor einer Baumallee die Treppe - so stellt sich das Architekturbüro das Rheinufer vor
Zwischen den Brücken vor einer Baumallee die Treppe - so stellt sich das Architekturbüro das Rheinufer vor
Zwischen den Brücken vor einer Baumallee die Treppe - so stellt sich das Architekturbüro das Rheinufer vor
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Zwischen den Brücken vor einer Baumallee die Treppe - so stellt sich das Architekturbüro das Rheinufer vor
Kosten für Rheinboulevard verdoppeln sich - Eigene Gründung für Treppe

Am prämierten Wettbewerbsentwurf für die großzügige Umgestaltung soll trotz Kostensteigerung festgehalten werden.
Die Neugestaltung des rechten Rheinufers zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke wird doppelt so teuer wie ursprünglich veranschlagt. Die Verwaltung hat gestern im Umweltausschuss ihre Planungen für den ersten Abschnitt des „Rheinboulevard“ vorgestellt.

Sie schlägt vor, trotz der hohen Kosten weiterhin an der Umsetzung des prämierten Wettbewerbsentwurfs des Berliner Landschaftarchitektenbüros „Planorama“ festzuhalten. Zwischen den Brücken soll sich vor einer neuen Baumallee eine großzügige Wassertreppe zum Rheinufer erstrecken. Die Treppe soll sowohl einen unvergleichlichen Ausblick aufs linksrheinische Panorama ermöglichen wie dem rechtsrheinischen Ufer einen „neuen, starken Charakter“ verleihen, so die Zielvorgabe beim Wettbewerb.

Die Fraktionen im Umweltausschuss signalisierten ihre Zustimmung. Weil die FDP wegen der Kosten noch Beratungsbedarf anmeldete, wurde die Abstimmung im Ausschuss verschoben. Eine breite Mehrheit für die Vorlage gilt jedoch als sicher.

Im Rahmen des Wettbewerbs waren für die neue Kölner Attraktion sechs Millionen Euro eingeplant worden. Nun geht die Verwaltung von über 12 Millionen aus, wenn die Treppe auf einer Gesamtlänge von 450 Meter gebaut wird. 80 Prozent der Kosten werden vom Land im Rahmen der „Regionale 2010“ übernommen. Das Land hat nach Angaben der Stadtverwaltung zugesagt, die höheren Kosten zu akzeptieren.

Die höheren Kosten entstehen, weil das Bauvorhaben aufweniger wird als zunächst gedacht. So sei es nicht möglich, die Gründung der Treppenanlage auf den Fundamenten der vorhandenen Ufermauer umzusetzen. Es muss eine eigenständige Gründung durch eine neue durchgehende Spundwand gebaut werden. So kostet allein der Unterbau für die Treppe schon 3,2 Millionen Euro.

Wollte man die ursprünglich veranschlagten Kosten einhalten, müsste die Treppe auf 190 Meter gekürzt werden. Damit würde sie ihre großzügige Wirkung verlieren und ließe sich nicht mehr harmonisch in die Umgebung einpassen. So empfahl auch die Regionale-Agentur, „an dieser Stelle die Qualität und Langfristigkeit der Maßnahme fest im Blick“ zu behalten.

Die Stadt geht von einer 18-monatigen Bauzeit aus. Wahrscheinlich wird es nicht gelingen, die Treppe 2010 im Rahmen der „Regionale“ eröffnen zu können.


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