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25.04.2008

Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Quander verteidigt Kulturplan

Dr. Ulrich Wackerhagen
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Langsam mal ins Gespräch kommen

Kölner Stadt-Anzeiger
Quander verteidigt Kulturplan
Kunstsalon diskutiert heftig die Zukunft der Kölner Kultur

Von Ralf Johnen

Die Kölner Kulturpolitik dreht sich im Kreis. Diesen Eindruck musste gewinnen, wer der ersten öffentlichen Diskussion zum aktuellen Sachstand des Kulturentwicklungsplans beiwohnte. Auf dem Podium des Kunstsalons saßen Dezernent Georg Quander sowie Peter Bach und Arne Birkenstock vom Kulturrat, im Publikum etwa 60 Kulturschaffende. Nachdem der Dezernent die Eckpunkte jenes Papiers erläuterte, das er als "Road Map" für die städtische Kultur verstanden wissen möchte, stellte Birkenstock es in Frage: Es fehlten konkrete Zielvorgaben der Verwaltung; die Politik habe keine Visionen beigesteuert, die Institutionen und Künstler seien nur unzureichend befragt worden. Es sei unrealistisch, das Papier bis zur Ausschusssitzung am 10. Juni so zu vollenden, dass es allen gerecht werde.

Die Politik fühlte sich in Person von Ulrich Wackerhagen (FDP) angesprochen. Aus dem Plenum heraus empörte er sich, dass die Ausschussmitglieder engagiert und ehrenamtlich tätig seien. Da kein Politiker auf dem Podium sei, könne man sich nicht einmal verteidigen. Quander nahm die Kritik gelassener, fühlte sich aber zum Hinweis veranlasst, mit einer Bestandsaufnahme beauftragt worden zu sein. Er besitze konkrete Vorstellungen zur Zukunft der Kulturstadt Köln, doch verbiete es der Respekt vor dem Ausschuss, darüber zu sprechen, bevor die Angelegenheit auf dessen Tagesordnung stehe.

Auch der Kulturrat wollte keine konkreten Visionen benennen - dafür gebe es den Ausschuss. Zudem sei man 2003 mit der Studie "Köln 2020" in Vorleistung getreten, die kaum an Aktualität verloren habe. Quander erinnerte unterdessen an gravierende Mängel dieser Studie - einige ihrer Koautoren seien allenfalls "selbst erklärte Fachleute". Aber auch versöhnliche Worte gab es nach zweieinhalb Stunden. So lobte Adele Schlombs, Leiterin des Museums für Ostasiatische Kunst, sie sei für die Erstellung des Kulturentwicklungsplans zum ersten Mal in ihrer 17-jährigen Amtszeit nach ihren Vorstellungen befragt worden.


Kölnische Rundschau
Langsam mal ins Gespräch kommen
Kunstsalon lud zur Diskussion über Kulturentwicklungsplan

Enttäuschung auf der einen, Ärger und Frust auf der anderen Seite: Die erste öffentliche Diskussion zum Thema "Kulturentwicklungsplan" brachte keine neuen Ergebnisse. Was Peter Bach und Arne Birkenstock vom Kulturrat und die anwesenden Vertreter der Kölner Szene im Kunstsalon erwartet hatten, war ein fassbareres Ergebnis der vielen Gespräche, die Kulturdezernent Georg Quander in den letzten zwei Jahren mit den Kulturschaffenden geführt hat.

Quander betonte jedoch immer wieder, dass sein "Arbeitspapier" keine "Prioritätenliste" enthalte, sondern nur eine "Bestandsaufnahme" sei, die man am 10. Juni in der letzten Sitzung vor der Sommerpause dem Kulturausschuss wieder vorlegen wolle - "das lasse ich mir nicht im Vorfeld zerreden". Bach und Birkenstock wiesen auf ihre Kulturratsstudie "Köln 2020 - Leitbild Kunststadt" von 2003 hin, die eine gute Grundlage für alle weiterführenden Maßnahmen hätte abgeben können, aber eine Mitarbeit des Kulturrats sei von Politik und Verwaltung offensichtlich nicht gewollt. "Die Politik muss sich aktiver in den Prozess einschalten", forderte Birkenstock, was wiederum FDP-Kultursprecher Ulrich Wackerhagen als "unfair" zurückwies - "wir befinden uns mitten im Dialog".

Konkrete Hinweise auf zukünftige Förderprojekte (ein nimmermüder Streitpunkt) kann also vorerst niemand von den nächsten Ausschuss-Sitzungen erwarten. Peter Bach setzte den diplomatischen Schlusspunkt hinter das magere Fazit der Veranstaltung: "Wir bestreiten nicht, dass die Sache vorangeht." (BS)


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