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23.04.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Gebauer: Abitur nicht „schwul“ nennen

Yvonne Gebauer, MdR
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Yvonne Gebauer, MdR
Engagement von Künstlern darf nicht mit Mitteln der Diskriminierung einhergehen

Die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Yvonne Gebauer kritisiert auf das Schärfste den Song „Hauptschule ist cool, Abitur ist schwul“. Anlässlich eines Festes zur Präsentation von den mit Künstlern gemeinsam erarbeiteten Projekten sang der Comedian Ingo Appelt am vergangenen Samstag mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8b der Hauptschule Borsigstraße diesen Song. Yvonne Gebauer erklärt dazu:

„Die Bezeichnung „schwul“ in Zusammenhang mit dem Abitur zu bringen, ist gefährlich, gesellschaftsfeindlich und unverzeihlich. Hier wird in dem Satz „Hauptschule ist cool, Abitur ist schwul“ Homosexualität gleichgesetzt mit dem Wort „uncool“ aus der Jugendsprache. Hier muss eine sexuelle Orientierung herhalten für einen Ausdruck des „Nicht-Gefallens“.

Dieser Form der Diskriminierung treten meine Fraktion und ich entschieden entgegen. Wenn in Schulen auf städtischem Boden diese Art von „Unterstützung einer benachteiligten Schülerschaft“ in Köln Einzug hält, heißt es dringend, Einhalt zu gebieten.

Es ehrt alle Künstler und somit auch Herrn Appelt, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Der Einsatz von Nicht-Pädagogen während des Unterrichts und auch im Anschluss an diesen ist mehr denn je ein richtiges und wichtiges Hilfsmittel zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern auf dem Weg ihrer Schullaufbahn. Trotzdem dürfen Schulleitung und Lehrerschaft ihre Aufsichtspflicht nicht aus den Augen verlieren. Dieser Art von „Unterstützungsmaßnahme“ darf nicht freien Lauf gelassen werden – hier sind Grenzen zu setzen!

Auch wenn Herr Appelt dafür bekannt ist, in seinen Bühnenprogrammen kein Blatt vor den Mund zu nehmen und bisweilen Personen und Berufsstände unter der Gürtellinie persifliert, – bei Schule und Unterricht handelt es sich um einen pädagogischen Auftrag, dem sich auch Herr Appelt zu fügen hat.“


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