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17.04.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Ebertplatz bleibt eine ungelöste Aufgabe

Der Ebertplatz 1927
Der Ebertplatz 1927
Der Ebertplatz 1927
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Der Ebertplatz 1927
Investor einer Quartiersgarage erwartet Vorleistungen - Lichtblick durch den Masterplan?

Von Christian Deppe

Dass es in der nördlichen Innenstadt an Parkplätzen mangelt, ist kein Geheimnis. Nun will ein privater Investor am Ebertplatz eine Quartiersgarage errichten. Sozusagen in einem Aufwasch könnte dadurch der bauliche Missstand des Platzes beseitigt werden, der die Fußgänger regelmäßig zum Abstieg in eine Betongrube zwingt. Dennoch kann der Investor nach gegenwärtigem Stand nicht mit einer Zusage seitens der Stadt rechnen.

Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, wie man die Fußgänger aus dem "Loch", als das der Platz empfunden wird, herausholen könnte. Die Empfehlung, den Platz einfach zuzuschütten, ist leichter gesagt als getan. Schließlich dient ein großer Teil der unterirdischen Gänge dem Zugang zu den Gleisen der Stadtbahn, deren Haltestelle ab dieser Woche umgebaut wird.

Warum die Stadt dem Investor eine Absage erteilen will? Zum einen müsse ein Projekt solcher Größenordnung ausgeschrieben werden, stellt die Verwaltung fest. Zum anderen erwarte der Bauherr auch eine Neuordnung der Verkehrsführung, damit die Tiefgarage eine Anbindung an die Turiner Straße erhält, sagt Baudezernent Bernd Streitberger. Ferner müsste die Decke des Bauwerks verstärkt werden, damit darüber auch Veranstaltungen stattfinden können. Die Stadt könne die Kosten dafür zurzeit nicht stemmen.

Der Bedarf für eine Quartiersgarage am Ebertplatz wird unterschiedlich bewertet. "Wir müssen prüfen, ob die Anwohner eine solche Garage nutzen würden", unterstreicht Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz. Eva Bürgermeister von der SPD sieht in der Garage grundsätzlich eine sinnvolle Lösung. Und CDU wie auch FDP haben schon vor Jahren dafür plädiert. Einig sind sich die großen Fraktionen darin, dass der Ebertplatz umgebaut werden muss.

"Ich erwarte, dass sich der entstehende Masterplan auch mit dem Ebertplatz beschäftigen wird", sagt Bürgermeister. Anschließend könne in größerem Zusammenhang über das Thema diskutiert werden. Der Masterplan müsse mit einer Zeitschiene verbunden sein, nach der städtebauliche Missstände Zug um Zug beseitigt werden, ergänzt Moritz. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck ist dagegen der Ansicht, dass für den Platz eine Lösungsvorschlag längst auf dem Tisch liegen müsste. Der Auftrag dazu sei erteilt. "Aber die Verwaltung sitzt das aus." (16.04.2008)


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