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13.04.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Proteste hatten keine Wirkung

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Bau des "Venloer Karrées" beschlossen - Anwohner enttäuscht

Von Hans-Willi Hermans

Ehrenfeld. Eindruck machten die rund 25 Mitglieder der Anwohnerinitiative Venloer Karrée zwar, als sie vorgestern zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (StEA) erschienen. Doch in der Sache blieben die Ratspolitiker hart: Lediglich die FDP stimmte gegen die Pläne der GAG, im Innenhofbereich der Ecke Venloer Staße/Äußere Kanalstraße einen viergeschossigen Neubau zu errichten.

Immerhin folgte der Stea dem Vorschlag der Ehrenfelder Bezirksvertretung, den Betroffenen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung mit öffentlicher Anhörung die Möglichkeit zu geben, ihre Bedenken und Anregungen vorzutragen. Der Termin steht allerdings noch nicht fest.

Horst Jungen von der Anwohnerinitiative ist damit nicht zufrieden: "Das ist nicht in unserem Sinne", kommentierte er die Stea-Entscheidung. Jungen hält die Argumente, die Innenraumverdichtung verhindere die Zersiedelung der Peripherie und eine weitere Zunahme des Pendlerverkehrs, für dürftig. Die seien auch in ähnlich gelagerten Fällen wie der geplanten Bebauung des Rosengärtchens und eines Innenhofs der Simrockstraße - beides ebenfalls im Stadtbezirk Ehrenfeld - vorgetragen worden: "Dadurch werden weitere Grünflächen vernichtet, was ebenfalls zu Luftverschmutzung beiträgt." Das sei vor allem angesichts der Tatsache, dass im Venloer Karrée lediglich zwölf neue Wohneinheiten entstünden, zu bedenken. "Und gegenüber, auf dem Rochusplatz, sollen demnächst auch Wohnungen gebaut werden, da geht ebenfalls viel Freiraum verloren."

An der Anhörung will sich die Initiative dennoch konstruktiv beteiligen. Man hofft auf die Kompromissbereitschaft der GAG, was die Höhe des Neubaus angeht, damit sich die Verschattung durch den Neubau in Grenzen hält. Außerdem hatten sich die Anwohner bereits im Oktober vergangenen Jahres mit einer Stellungnahme an den Petitionsausschuss des Landtags gewandt, ein Bescheid steht noch aus. Sollten alle Stricke reißen, erwägt Horst Jungens Vater Werner juristische Schritte: "Die Besitzer von Genossenschaftswohnungen oder Einfamilienhäusern haben teilweise seit 50 Jahren in die Gebäude investiert. Durch den Neubau droht nun eine Wertminderung, dafür muss die GAG nun eine Entschädigung zahlen."


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