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11.04.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Kein goldener Fußballschuh

Ralph Sterck, MdR, auf der Baustelle des Kranhauses Mitte mit Blick über Köln
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Ralph Sterck, MdR, auf der Baustelle des Kranhauses Mitte mit Blick über Köln
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Ralph Sterck, MdR, auf der Baustelle des Kranhauses Mitte mit Blick über Köln
DFB-Museum soll beim Workshop für Breslauer Platz berücksichtigt werden

Von Christian Deppe

"Wenn es nach dem DFB geht, stände dort ein goldener Fußballschuh", sagte Baudezernent Bernd Streitberger. Doch in allzu dominanter Form soll sich - bei aller Liebe zum runden Leder - das erhoffte Museum des Deutschen Fußballbundes nicht auf dem Breslauer Platz präsentieren können, sofern die Domstadt denn überhaupt den Zuschlag erhält. Dass sie in die engere Wahl für den von vielen Städten gewünschten Touristenmagneten gekommen ist, hat jedoch dazu geführt, dass die Rahmenplanung zur Neugestaltung des Platzes in einem Workshop überarbeitet wird.

Die Umgestaltung des Areals war schon 1992 Gegenstand eines Wettbewerbs gewesen. Einen zweiten Wettstreit der Ideen hatte die FDP dann vor zwei Jahren gefordert, als das Thema erneut debattiert wurde. Damit stand sie allein auf weiter Flur, obwohl auch die CDU den von SPD und Grünen favorisierten städtebaulichen Entwurf der Verwaltung als hausbacken ablehnte. Nun, da das Museum in greifbare Nähe gerückt ist, haben sich die drei größten Ratsparteien auf einen Workshop geeinigt, in dem unter Einbeziehung des Objektes der Begierde die Bebauungsmöglichkeiten neu dargestellt werden sollen.

"Wenn das Museum kommt, brauchen wir einen Platz, auf dem sich die Leute sammeln, finden und verweilen können", forderte CDU-Fraktionsvize Karl Jürgen Klipper. Da über die Nutzungs-Varianten noch nachgedacht werde, biete der Workshop eine gute Gelegenheit, auch die Möglichkeiten der Neuordnung des Areals zu überdenken, meinte Eva Bürgermeister (SPD). Der Busbahnhof solle bei der neuen Planung berücksichtigt und attraktiv gestaltet werden.

Auch im Workshop müsse die "Stadtrekonstruktion" hinsichtlich der Grundrisse und Blockkanten der Leitgedanke bleiben, unterstrich Grünen-Chefin Barbara Moritz. Da das Areal stark durch den Verkehr genutzt werde, sollen neben dem Büro, das 1992 den Wettbewerb gewonnen hat, neben neuen Architekten und Stadtplanern auch Verkehrsplaner am Workshop beteiligt werden. Sollte Köln den Zuschlag bekommen, müsse sich das Museum "städtebaulich anspruchsvoll und mit Respekt vor dem Dom einfügen", forderte Moritz.

Streitberger zeigt sich zuversichtlich: Das werde man vermitteln können. Die Stadt stelle für den DFB zurzeit in einem Entwurf dar, wie sich das Haus präsentieren könnte.

Der FDP blieb bei der Wettbewerbs-Forderung, da ihr der Workshop auf Basis der bisherigen Planungsvorgaben zu wenig Spielraum bietet. "Da weiß man doch jetzt schon, was dabei rauskommt", orakelte Fraktionschef Ralph Sterck.


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