Köln kann mehr
alle Meldungen »

30.03.2008

Innovationsministerium NRW

Meldung

Bundesweit einziges Kunsthochschulgesetz tritt in NRW zum 1. April in Kraft

Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Bild vergrößern
Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Bild verkleinern
Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Innovationsminister Pinkwart: Ein Gewinn für die freien Künste und die Kunst- und Musikhochschulen im Land

Das Gesetz über die Kunsthochschulen in Nordrhein-Westfalen tritt zum 1. April in Kraft. In zweiter Lesung hatte der Landtag das Gesetz ohne Gegenstimmen am 12. März verabschiedet. „Durch das Kunsthochschulgesetz werden wir viel für die freien Künste und die künstlerische Ausbildung an unseren Hochschulen gewinnen“, sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. „Es ist ein kunstadäquater Rahmen, der dem besonderen Charakter und der Bedeutung der sieben Kunst- und Musikhochschulen des Landes Rechnung trägt.“ Nordrhein-Westfalen schafft damit als bisher einziges Bundesland ein eigenes Gesetz für seine künstlerischen Hochschulen.

Das Gesetz gilt für die Musikhochschulen in Detmold, Düsseldorf und Köln, die Folkwang-Hochschule Essen, die Kunstakademien in Düsseldorf und Münster und die Kunsthochschule für Medien Köln mit ihren rund 4.500 Studierenden, ca. 700 Mitarbeitern und Etats von insgesamt 81 Millionen Euro. Um den Besonderheiten der Ausbildung angehender Künstlerinnen und Künstler gerecht werden zu können, werden sie anders als Universitäten und Fachhochschulen ihren Doppelcharakter als Körperschaften und staatliche Einrichtungen behalten, erhalten dabei aber größtmögliche Autonomie. Der Staat gewährleistet die hohe Qualität der Ausbildung, ohne sich in die künstlerischen Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einzumischen.

Die Kunst- und Musikhochschulen begrüßen das neue Gesetz einhellig. „Nie hätte ich mir vorstellen können, über ein Gesetz froh zu sein. Aber nun freue ich mich, und mit mir freut sich die Kunstakademie Düsseldorf, dass es in Kraft tritt.“, so Professor Markus Lüpertz, Rektor der Kunstakademie Düsseldorf. „Es ist der Kunstakademie auf den Leib geschnitten, legt es doch die Zukunft in ihre eigenen Hände“. Professor Josef Protschka, Rektor der Hochschule für Musik Köln, sieht für das Land „eine bundesweite Vorreiterrolle, die für die Hochschulen eine Stärkung ihrer erfolgreichen Arbeit und die Chance bedeutet, innovative Wege zu gehen und zugleich die international anerkannte hohe Exzellenz der künstlerischen Ausbildung beibehalten zu können“.

Wesentliche Elemente des neuen Gesetzes:
o Die Kunsthochschulen erhalten mehr und selbstständige Gestaltungsmöglichkeiten bei der Hochschulverfassung und ihrer Binnenorganisation wie zum Beispiel bei der Bildung von Fachbereichen. Einführung, Änderung oder Aufhebung von Studiengängen brauchen nicht mehr durch das Ministerium genehmigt zu werden.
o Die Kunsthochschulen werden auf eine Weise in den europäischen Bologna-Prozess einbezogen, die ihren besonderen Bedingungen entspricht. Neben den auch für künstlerische Studiengänge generell vorgesehenen Bachelor- und Masterabschlüssen können einvernehmlich auch andere Studienstrukturen und weitere akademische Grade beibehalten bzw. eingeführt werden.
o Ein mit hochrangigen, international renommierten Experten besetzter landesweiter Kunsthochschulbeirat wird die Qualität der Kunsthochschulen beobachten, begutachten und Kunsthochschulen und Land gleichermaßen bei der Weiterentwicklung künstlerischer Studienangebote beraten.
o Die Möglichkeiten der Kunsthochschulen, sich mit ihrem Körperschaftsvermögen an Unternehmen zu beteiligen, Partnerschaften mit Hochschulsponsoren zu vereinbaren und Öffentlich-Private-Partnerschaften einzugehen, werden erleichtert.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

alle Videos »

Videothek

Ralph Sterck zur Kölner Stadtentwicklung

Aktuelle Highlights

Di., 23.08.2016 Sterck: Neue Verkehrsführung ist Schildbürgerstreich FDP fordert Erhalt von zwei Fahrspuren auf dem Hansaring Plakat zur KölnWahl 2014
Auf dem Hansaring wurde zwischen Ritterstraße und Am Kümpchenshof in Richtung Süden ein Fahrradschutzstreifen angelegt und dafür die ... mehr
Di., 16.08.2016 FDP rüttelt am Abi nach acht Jahren Bildung: Liberale wollen Schulen die Wahlfreiheit für G9 zurückgeben Yvonne Gebauer, MdL
Von Fabian Klask Düsseldorf. Die Debatte - man könnte auch sagen: die Verärgerung - über das "Turbo-Abitur" in Elternhäusern und an ... mehr
Di., 16.08.2016 Sorge ums Museum FDP sieht jüdischen Schwerpunkt schwinden Direktor tritt Befürchtungen entgegen Der neue Platz zwischen Jüdischem und Wallraf-Richartz-Museum
Die Kölner FDP macht sich Sorgen um das Profil des Jüdischen Museums. Anlass dazu geben den Liberalen die Ausführungen zum ... mehr

Termin-Highlights


So., 28.08.2016, 10.00 bis 18.00 Uhr
Stand beim Fest auf der Dürener Straße
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, kaum gehen die Sommerferien ihrem Ende entgegen, stehen die nächsten Aktivitäten der ...mehr
Christian Lindner, MdL
Rede von Christian Lindner, MdL Liebe Parteifreundinnen, liebe Parteifreunde, auf Beschluss des Bezirksvorstandes zur ...mehr
Marie-Agnes Strack-Zimmermann
Liebe Freunde und Mitglieder der Freien Demokraten, mit großer Freude möchte ich Sie sehr herzlich zu dem traditionellen, liberalen ...mehr

Politik-Highlights

Ralph Sterck, MDR
Rede von Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt ...mehr
Katja Hoyer, MdR
Rede der Stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Katja Hoyer, zur Fortsetzung der Planungen für ein ...mehr
Ulrich Breite, MdR
Laudatio zur Übergabe des Friedrich-Jacobs-Preises 2015 an die Sportjugend Köln für das Angebot Mitternachtssport Lieber Herr ...mehr