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19.03.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Regionale 2010 fördert regionales Denken

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Agentur-Geschäftsführer Molitor zu Gast bei Kölner Liberalen

Als zweite Input-Veranstaltung der Informationskampagne ‚Köln baut’ war Anfang März Reimar Molitor, Geschäftsführer der Regionale 2010-Agentur, Gast der ‚Großen Fraktion’ der Kölner FDP. Vor 30 interessierten Liberalen stellte er die Philosophie der Regionalen dar: „Statt das ganze Land nach dem Gieskannenprinzip zu fördern, wird auf eine Region für eine gewisse Zeit der Schlauch drauf gehalten.“ Diese Schwerpunktregion sei bis zum Jahr 2010 der Köln-Bonner Raum mit seinen sieben Kreisen und kreisfreien Städten. Köln sei dabei mit einer von drei Mio. Einwohnern das unbestrittene Zentrum, müsse aus dieser Führungsrolle aber mehr machen.

Nachdem er die Fördergrundsätze der Regionaleprojekte dargestellt hatte („Es geht nicht um kommunalpolitische Einzelinteressen, sondern um den Nutzen für die Region“) widmete er sich insbesondere den Projekten in Köln: Rheinboulevard, Ottoplatz, Wohnen am Strom, Landschaftspark Belvedere, Renaturierung der Strunde, Odysseum, Envihab des DLR, Butzweilerhof, Künstlerische Gestaltung des Bonner Verteilers und vieles mehr. Dabei sollen insgesamt ca. 200 Mio. Euro Landesmittel in die Projekte fließen, die um das Doppelte an privaten Geldern ergänzt würden.

Ralph Sterck, Gastgeber und FDP-Fraktionschef, bereute anschließend, Molitor ein Zeitlimit für seinen Vortrag gegeben zu haben: „Ich könnte Ihnen stundenlang zuhören.“ Dies lag auch daran, dass Molitor bei seiner Schilderung nicht an deutlichen Worten z.B. über die bisher nur schwach ausgeprägte Bereitschaft zur regionalen Zusammenarbeit sparte. „Da ist das Ruhrgebiet besser, wenn es mit finanziellen Forderungen ans Land herantritt.“ Beim Land müsse um jeden Zuschuss gekämpft werden und dafür sei es notwendig, mit einer Stimme zu sprechen.

In der anschließenden Diskussion äußerten die Mitglieder der Großen Fraktion insbesondere Sorgen um die Entwicklung des Vorzeigeprojektes Archäologische Zone vor dem Kölner Rathaus. Die kritischen Medienberichte über den Fortschritt des Antragsverfahrens und den Streit im zuständigen Beirat über wissenschaftliche Auslegungen der Funde, musste Molitor mit der Sorge um die Förderfähigkeit quittieren. Die Liberalen sagten zu, hier der Verwaltung Druck zu machen, die nötigen Berechnungen der Investitions- und Betriebskosten schnellstmöglich vorzulegen.

Die Serie der Input-Veranstaltungen der Kampagne ‚Köln baut’, die die einzelnen Projekte einem größeren Kreis vorstellen, wird – nach dem Eröffnungstermin bei den Stadtentwässerungsbetrieben zum baulichen Hochwasserschutz und der Vorstellung der Regionale 2010 – am 7. Mai mit einem Besuch im Neubaugebiet Widdersdorf-Süd fortgesetzt. Außerdem ist für 2008 noch ein Besuch bei der DLR in Porz-Wahn vorgesehen, um sich das Regionaleprojekt Envihab anzusehen, womit der Bogen zu Reimar Molitor und er Regionale 2010 wieder geschlagen wäre.


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