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28.06.2002

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

FDP und CDU fordern Zusätze

FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite
FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite
FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite
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FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite
Noch Kritik am Konzept zum Schulversuch - Beschluss erst am 16. Juli

Der Start der „Selbstständige Schule“ wird vom Schulausschuss am Montag noch nicht freigegeben.

Von Kirsten Boldt

Die Mehrheitsfraktionen CDU und FDP kritisieren Etliches im Kooperationsvertrag zwischen Land und Stadtverwaltung. Diese Punkte sollen bis zur Beschlussfassung in der Ratssitzung am 16. Juli geändert werden. Es geht um Geld, Zuständigkeiten und pädagogische Ziele. Beide Fraktionen meinen, dass das Schulversuchspapier nach der Pisa-Veröffentlichung Zusätze braucht, die die Bildung betreffen. „Die Modellschulen können selbst Unterrichtsrichtlinien und -inhalte ändern. Um überprüfen zu können, ob das Leistungssteigerungen zur Folge hat, sollen generell Zensuren erteilt und Arbeiten geschrieben werden“, fordert FDP-Geschäftsführer Ulrich Breite. Die CDU will Testreihen mit Pisa-Aufgaben an den Schulen durchführen - „mit Kostenbeteiligung der Kommune“, so Jürgen Hollstein, schulpolitischer Sprecher der CDU.

Unmut gibt es auch darüber, dass eine Zusage des Schuldezernenten offenbar noch nicht umgesetzt wurden. „Andreas Henseler hat den Modellschulen eine 100-prozentige Ausstattung mit Lehrern in Aussicht gestellt. Das fordern wir weiterhin“, so Heinz-Ludwig Schmitz (CDU), Vorsitzender des Schulausschusses. Mit dem Zuwachs einer halben Lehrerstelle an jeder Modellschule will sich die FDP nicht zufrieden geben. Breite: „Um den Unterrichtsausfall wegen Fortbildungen aufzufangen, wollen wir an größeren Schulen mehr Lehrer.“ Offen ist nach Ansicht der Politiker die Frage, wie man mit dem Geld umgeht, das das Land als Ausgleich an die Kommune überweist, wenn eine Schule eine Lehrerstelle nicht besetzen kann. „Wir gehen davon aus,“ so Joachim Schwab, Dezernatsleiter beim Regierungspräsidenten, „dass die Stadt damit den Schulhof bepflanzen oder Personal einstellen kann.“

Die CDU befürchtet, dass aus befristeten Verträgen dieses Personals Dauerarbeitsverhältnisse werden könnten, die zu Lasten der Stadt gehen.


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