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28.02.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

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Hans Stein
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Neue NRW-Europa-Vertretung

Bericht aus Brüssel von Werner Balsen

Rue Montoyer 47 - das ist von außen betrachtet ein siebenstöckiges Bürohaus wie so viele andere im Brüsseler Europaquartier. Einem Viertel zwischen den Gebäuden der EU-Kommission und dem Komplex des Europäischen Parlaments, dem selbst wohlmeinende Beobachter den zweifelhaften Charme eines Bürogettos nicht absprechen können. Nur an wenigen Stellen, an denen die ursprüngliche Bebauung noch erkennbar ist, lässt sich ahnen, dass es hier einmal sehr gemütlich gewesen sein könnte. Das war, bevor die Abrissbirnen und Bagger im Auftrag Europas anrückten.

Rue Montoyer 47 - das ist auf eineinhalb Etagen die neue Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union. Und drinnen, in den hellen großen Räumen des Erdgeschosses, sieht die Welt viel freundlicher aus als in den Straßenschluchten des Europaviertels. "Endlich eine Vertretung, in der man feiern kann", zeigt sich Hausherr Hans Stein zufrieden. "Gastfreundlich, modern und zeitgemäß wie unser Land", drückt es Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bei der offiziellen Eröffnung am Dienstag aus. In der Tat: Schon weit vor diesem Termin konnten sich mehr als 500 Gäste davon überzeugen, als beim Altweiber-Ball Kölsch in Strömen floss.

Seit 1986 unterhält das Land eine Vertretung in der europäischen Hauptstadt. Die alte, in der Avenue Michel-Ange, einer freundlicheren Straße am Square Ambiorix, war in die Jahre gekommen, ihre Sanierung wäre teurer geworden als der Umzug, der mit 2,5 Millionen Euro zu Buche schlug. Die neue Vertretung ist der Ort, an dem Menschen ins Gespräch kommen sollen - und können. Ganz wichtig, wie Rüttgers betonte. Denn noch wichtiger als die europäischen Institutionen sind die persönlichen Beziehungen. "Wer Europa voranbringen will, muss miteinander reden", bemerkt Rüttgers in seiner launischen Eröffnungsansprache. Dafür "braucht man kein Schloss" - eine kleine Spitze gegen die pompöse Landesvertretung Bayerns in Brüssel -, aber eben "Raum, Licht und Klarheit".

In einer nicht weniger ansprechenden Rede machte der für Industriepolitik zuständige EU-Kommissar Günter Verheugen klar, warum NRW eine Vertretung in Brüssel braucht, auch wenn sie pro Jahr den Landeshaushalt mit knapp 883 000 Euro belastet. Das Land produziere mehr Energie als jede andere Nation in Europa. Deshalb sei es gerade zurzeit, da in Brüssel über Klimaschutzauflagen für die Energiekonzerne gerungen werde, wichtig, dass Düsseldorf seine Interessen vor Ort vertrete.

Als es um den Schadenersatz für die Opfer des Hurrikans Kyrill ging, bringt Vertretungschef Stein ein anderes Beispiel, habe das Land direkt mit der EU verhandelt - zu einer Zeit, "als der Bund noch nicht in die Pötte kam". Stein betont, es sei kein Zufall, dass die Vertretung jetzt nur noch einen Steinwurf vom Europäischen Parlament entfernt sei, im "Hinterhof" der Abgeordneten.

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