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28.02.2008

FDP-Bundestagsfraktion

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Weiter so mit dem Kölner Provinzialismus!

Dr. Werner Hoyer, MdB aus Köln
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Dr. Werner Hoyer, MdB aus Köln
Hoyer kritisiert Verzicht auf internationale Schule

Zum drohenden Verzicht auf die Errichtung einer internationalen Schule in Köln erklärt der Kölner Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Werner Hoyer:

Köln will offenbar erneut eine Riesenchance ungenutzt lassen, die Attraktivität des Wirtschafts-, Wissenschafts-, Kultur- und Medienstandorts Köln erheblich zu steigern. Jeder, der sich wie ich immer wieder für deutsche internationale Schulen im Ausland stark macht, weiß, welche Bedeutung die Schulinfrastruktur vor Ort für die internationale Mobilität von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat.

Umgekehrt gilt das natürlich auch: Welcher international tätige Manager, Journalist, Künstler oder Wissenschaftler wird seinen Kindern einen beruflich bedingten Umzug nach Köln zumuten, wenn diesen die Möglichkeit verwehrt wird, in der größten westdeutschen Stadt auch international nutzbare Schulabschlüsse zu erreichen? Die vielen guten Initiativen zur Einrichtung bilingualer Zweige an unseren Kölner Schulen reichen dafür eben nicht aus.

Auf Dauer ist es nicht vertretbar, dass die meisten betroffenen Eltern – z.B. aus den großen Kölner Produktions-, Dienstleistungs- und Medienunternehmen – ihre Kinder jeden Morgen anstatt nach Rodenkirchen nach Bad Godesberg in die Schule fahren – oder gleich dorthin ziehen, was auch nicht im Interesse unserer Stadt liegt.

Diesmal blamiert sich Köln übrigens nicht allein und auch nicht nur die nordrhein-westfälische Schulministerin. Der Ansiedlung der Europäischen Luftsicherheitsagentur EASA war nämlich – wie immer, wenn es um Standorte von EU-Agenturen geht – ein jahrelanger heftiger Wettbewerb und Verhandlungspoker im Rat der Europäischen Union vorausgegangen, in dem die Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich mit der zu gründenden Internationalen Schule geworben bzw. deren Errichtung zugesagt hatte. Ebenso wie dies andere Städte – wie zuletzt Helsinki – tun mussten, bevor sie den Zuschlag für eine der umkämpften EU-Agenturen erhielten.

Nicht nur Köln, sondern die gesamte Bundesrepublik verliert jede Glaubwürdigkeit bei derartigen Ansiedlungsentscheidungen und wird dies zukünftig zu spüren bekommen, wenn sich die Bundesregierung um den Zuschlag für den Standort einer internationalen Einrichtung bemüht.

Oberbürgermeister Schramma ist deshalb ebenso wie die Landesregierung aufgerufen, gemeinsam mit der Bundesregierung und vielleicht auch der interessierten Kölner Wirtschaft dafür zu sorgen, dass Deutschland und insbesondere Köln und NRW ihre Zusagen einhalten und dass damit dem Standort Köln ein weiterer Tiefschlag und Imageschaden (wie bei der katastrophalen Bewerbung um die Kulturhauptstadt Europas) erspart bleibt.


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