Köln kann mehr
alle Meldungen »

21.02.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

"Ein Ergebnis erster Klasse"

Horst-Jürgen Knauf, Mitglied der Bezirksvertretung Lindenthal
Horst-Jürgen Knauf, Mitglied der Bezirksvertretung Lindenthal
Horst-Jürgen Knauf, Mitglied der Bezirksvertretung Lindenthal
Bild verkleinern
Horst-Jürgen Knauf, Mitglied der Bezirksvertretung Lindenthal
Stadtplanungsamt stellte Interkommunale integrierte Raumanalyse vor

Von Stefan Rahmann

Kölner Westen. Rainer Drese plant den großen Wurf. Ausgeholt hat er schon. Es geht um die "Interkommunale integrierte Raumanalyse", die der Vertreter des Stadtplanungsamtes zur Zeit den politischen Gremien vorstellt. Genauer gesagt geht es um eine "gemeinsame Beschlussvorlage der Städte Frechen, Hürth, Köln und Pulheim sowie des Rhein-Erft-Kreises", in der diese um die Zustimmung der Politiker nachsuchen. Mit einem stillen Lächeln verließ Drese die Bezirksvertretung Lindenthal. Nach einem halbstündigen Vortrag über die Raumanalyse hatte der Stadtplaner uneingeschränktes Lob erfahren.

Regelrecht euphorisch äußerte sich Horst-Jürgen Knauf von der FDP: "Allerhöchste Anerkennung. Was hier vorliegt, ist ein Ergebnis erster Klasse." Auch Roland Schüler von den Grünen war zufrieden: "Man kann die Verwaltungen der beteiligten Kommunen nur für die sehr gute Zusammenarbeit loben." Zuvor hatte Drese den großen Wurf erläutert. Grob gesagt geht es um die Entwicklung der Region in den nächsten 20 Jahren.

Dafür haben die Experten in der Raumanalyse "ökologische und siedlungs-geografische Planungsempfehlungen" ausgesprochen. Diese Empfehlungen sollen als Grundlage dienen für die "dringend notwendige Fortschreibung des Flächennutzungsplanes", so Drese. Der Plan schreibt etwa vor, wo gebaut werden darf, und wo Grünflächen grün bleiben.

"Dabei gibt es natürlich immer Konflikte", erklärte Drese und nannte als Beispiel das große Wohnbaugebiet Widdersdorf-Süd. Hier gelte es abzuwägen. Bis 2015 sehe das Kölner Wohnungsbauprogramm den Bau von 85.000 Wohnungen vor. Viele davon würden im Stadtbezirk Chorweiler entstehen. In Widdersdorf-Süd bewege man sich bei der Ausdehnung der Wohnungsbaufläche aus ökologischer Sicht an der Grenze des Vertretbaren.

Auch Verkehrsprobleme würden in den interkommunalen Planungsrunden diskutiert. Ein heißes Eisen sei dabei die geplante Verlagerung des Kölner Großmarktes nach Marsdorf. Die Umlandkommunen befürchten eine erhebliche Zunahme des Verkehrs. "Da werden uns bei der Zusammenarbeit mit den anderen Städten immer wieder Stolpersteine in den Weg geworfen", berichtete Drese.

"Es ist sicher nicht hilfreich, wenn sich Dezernenten aufführen wie Elefanten im Porzellanladen", bemerkte Roland Schüler und meinte den Wirtschaftsdezernenten Norbert Walter-Borjans (SPD), der in der Bezirksvertretung kürzlich erklärt hatte, er wolle gern mit Hürth zu einer einvernehmlichen Lösung des Großmarktproblems kommen. Sollte diesejedoch nicht gelingen, werde dies aber an dem Ansiedlungsbeschluss nichts ändern.

Drese wies darauf hin, dass den Stadtplanern die Beteiligung der Bürger sehr wichtig ist. Geplant sind deshalb Informationsveranstaltungen in allen Städten. Auch im Stadtbezirk Lindenthal werden die Betroffenen mitreden können. Veranstaltungsort wird wohl das Schulzentrum Weiden sein, der Termin steht noch nicht fest.

Die Bezirksvertreter nutzten jetzt schon die Möglichkeit, ihre Meinungen zu äußern. Der Freiraum zwischen Widdersdorf und Lövenich soll erhalten bleiben als "Fläche für Landwirtschaft mit Einzelmaßnahmen unter Berücksichtigung von Tierarten des Offenlandes". Der Antrag der Grünen auf den Verzicht der dritten Ausbaustufe Widdersdorf-Süd wurde mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt.

Einstimmige Zustimmung erfuhr der Antrag, die Trasse für die Stadtbahn von Bocklemünd nach Widdersdorf zu sichern. Ebenso einhellig forderten die Bezirksvertreter bei der Wohnentwicklung der Binnenentwicklung den Vorzug zu geben vor der Außenentwicklung - vorhandene Wohnbauflächen wie etwa das RTL-Gelände sollen besser genutzt werden unter Verzicht auf die Ausweisung neuer Wohnungsbauflächen. Horst-Jürgen Knauf sprach das Schlusswort: "Ich glaube, das, was wir jetzt haben, geht gerade noch."


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Stadtentwicklung.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

alle Videos »

Videothek

Ralph Sterck zur Kölner Stadtentwicklung

Aktuelle Highlights

Mi., 20.07.2016 Parkplätze auf Ehrenstraße kommen weg Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt Maria Tillessen und Reinhard Houben von der FDP sind gegen die Parkplatz-Streichungen (Foto: Express/Uwe Weiser)
Von Robert Baumanns Über die Ehrenstraße wird schon seit Jahren diskutiert, die Bezirksvertretung Innenstadt/Deutz schafft jetzt Fakten: ... mehr
Fr., 15.07.2016 Dringlichkeitsentscheidung für Ortsumgehung Meschenich unterzeichnet Sterck hofft auf direkte Anbindung an A4 Planung für die Ortsumgehung Meschenich
Im Planfeststellungsverfahren für den Neubau der B 51n als Ortsumgehung für Meschenich war eine Dringlichkeitsentscheidung notwendig ... mehr
Mo., 11.07.2016 Gebauer und Stamp: Schulministerin gefährdet erfolgreiche Integration Schulerlass zur Integration von Flüchtlingskindern Yvonne Gebauer, MdL
Per Erlass will die Schulministerin in NRW die Unterrichtung von Flüchtlingskindern tiefgreifend verändern. Dies wird nach Ansicht der FDP ... mehr

Termin-Highlights


Fr., 26.08.2016, 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr
Burger & TTIP
Zu unserem Burgeressen besucht uns Henning Höne MdL um mit uns über TTIP und Freihandel zu sprechen. Da die Plätze begrenzt sind, ...mehr

Fr., 05.08.2016, 17:00 Uhr
Sommerfest der JuLis Köln
weitere Termine »

Politik-Highlights

Ralph Sterck, MDR
Rede von Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt ...mehr
Katja Hoyer, MdR
Rede der Stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Katja Hoyer, zur Fortsetzung der Planungen für ein ...mehr
Ulrich Breite, MdR
Laudatio zur Übergabe des Friedrich-Jacobs-Preises 2015 an die Sportjugend Köln für das Angebot Mitternachtssport Lieber Herr ...mehr