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21.02.2008

FDP-Bundestagsfraktion

Meldung

Gratulation zur Rettung der Köln 99ers

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Fortbestand wichtig für den Sportstandort und die Jugendarbeit in Köln

Zur Rettung der Köln 99ers erklärt der Kölner Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Dr. Werner Hoyer:

Wer vergangenen Samstag beim Spiel der Köln 99ers gegen die Gießen 46ers im Energydome am Girlitzweg zugegen war, durfte Zeuge eines ebenso selbstlosen wie mitreißenden Kampfes der jungen Kölner Basketballprofis werden. Daher freut es mich aufrichtig, dass die Köln 99ers in letzter Sekunde der fast schon sicher geglaubten Insolvenz entrinnen konnten.

Auch ich muss gestehen, dass ich nach den ersten Meldungen zunächst nicht mehr an eine Rettung geglaubt habe. Umso erfreuter bin ich, dass der Verein – und hier sei vor allem Geschäftsführer Walter Pütz, Manager Jens Brämer sowie Sportdirektor Stephan Baeck gedankt - offensichtlich das Schlimmste abwenden konnte.

Aber auch wenn jetzt verständlicherweise Freude und Aufbruchsstimmung im Vordergrund stehen, hinterlässt die Rettung in letzter Sekunde einen faden Beigeschmack. Es ist schwer verständlich, dass ungeachtet des aufopfernden Einsatzes aller Angestellten des insolventen Vereins kein regionaler Sponsor gefunden werden konnte, der mit der Rettung des Vereins nicht nur einen Prestigegewinn in der Köln/Bonner-Metropolregion hätte verzeichnen können, sondern auch national – etwa durch Namenssponsoring – Aufmerksamkeit auf sich hätte lenken können.

Die Tatsache, dass trotz des großzügigen Verzichts von Anton Bausinger auf die für den Energydome anfallende Hallenmiete eine Fortführung des Spielbetriebs aus wirtschaftlichen Gründen zunächst nicht verantwortungsvoll darstellbar war, zeugt von der verpassten Gelegenheit für unsere Region und Stadt, in den heimischen Sport zu investieren. Umso anerkennenswerter ist der Anteil von Herrn Bausinger, der über seine Rolle als Vermieter hinaus den Kölnern zu Hilfe geeilt ist.

Am Ende zählt, wie auch im Sport, das Ergebnis. Die Rettung ist Anlass zur Hoffnung, dass in der selbsternannten Sportstadt Köln neben Fußball noch Platz für weitere Sportarten ist. So vielschichtig unser gesellschaftliches und kulturelles Leben ist, so abwechslungsreich sollte auch unsere Sportlandschaft sein. Auf lange Sicht wäre es zu wenig gewesen, mit den Kölner Haien lediglich einem Erstligisten einer prominenten Sportart eine Heimstätte zu bieten. Daher freut es mich, dass der Profibasketball in Köln gerettet werden konnte – wenn auch nur zum Teil aus eigenen, in der Stadt ansässigen Kräften.

Nun gilt es, den traditionell in der Domstadt verwurzelten Basketballsport, der seit den Zeiten des ASV und des viermaligen Deutschen Meisters BSC Saturn Köln nicht mehr wegzudenken ist, erfolgreich weiterzuführen. Gerade für unseren Nachwuchs – dem in dieser Sportart wie in keiner anderen Toleranz, Weltoffenheit und Leistungsorientiertheit beigebracht werden kann – ist es wichtig, professionellen Basketball als stets präsenten Ansporn in Köln zu belassen.

Gratulation aus der Bundeshauptstadt zu dem gelungenen Husarenstück ganz nach kölscher Art: „Et hätt noch immer joot jejange!“


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