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29.01.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Ehrenstraße als Fußgängerzone?

Ehrenstraße
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Ehrenstraße
Politiker wollen auch Breite Straße an Samstagen ab elf Uhr für Autos sperren

Vom Hohenzollernring bis zur Nord-Süd-Fahrt könnte zu festgesetzten Zeiten eine durchgehende Flaniermeile entstehen.

Von Clemens Schminke

Die Fußgänger wären die Gewinner, wenn die beiden Ideen umgesetzt würden, die jetzt in der Bezirksvertretung Innenstadt diskutiert wurden. Die Christdemokraten schlagen vor, die Breite Straße zwischen Gertruden- und Richmodisstraße vom Frühjahr bis zum Oktober an jedem Samstag und an verkaufsoffenen Sonntagen von elf Uhr bis zur Schließung der Geschäfte für den Autoverkehr zu sperren. Und die Fraktion von FDP und Kölner Bürger Bündnis regt an, die Ehrenstraße in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Damit entstünde in der Innenstadt eine neue durchgehende Flaniermeile, die zumindest zeitweise vom Hohenzollernring bis zur Nord-Süd-Fahrt führen würde.

Vor ihrem Votum wollen die Bezirksvertreter abwarten, wie die Verwaltung in der nächsten Sitzung grundsätzlich zu den Vorschlägen Stellung nimmt. In jedem Fall sollen die betroffenen Geschäftsleute in die Überlegungen einbezogen werden. Die Fahrbahn der Breite Straße sei in dem genannten Abschnitt absichtlich eng von Pollern flankiert, und bei "starkem Publikumsbesuch der Innenstadt" könnten die Autos ohnehin nur im Schritttempo fahren; so sei es "an jedem Samstag des vergangenen Jahres zu beobachten gewesen", begründet die CDU ihren Antrag. An den besagten Tagen gebe es keinen Lieferverkehr (für die Apotheke lasse sich eine Ausnahmeregelung finden), und sonstigen Autofahrern sei "ein kleiner Umweg zuzumuten".

"Bürgersteig und Fahrbahn sind für Autos, Fußgänger und Radfahrer viel zu eng", führen FDP und Bürger Bündnis mit Blick auf die Ehrenstraße an, die sich zu "einer der frequentiertesten Einkaufsstraßen Kölns" gemausert habe. Die Schaffung einer Fußgängerzone würde sie stark aufwerten. Auch hier könnten Ausnahmeregelungen für den Lieferverkehr gelten, auf den die Geschäfte angewiesen sind. Zum Ausgleich für den Wegfall der Parkplätze stünden in der Nähe ausreichend Flächen in Parkhäusern zu Verfügung. Doch so einfach scheint es nicht zu sein.

Stimmen wurden laut, die darauf hinwiesen, die Ehrenstraße sei unverzichtbar als Durchgangsstraße für den "Zielverkehr". Und Astrid Reimers (Grüne) brachte ein weiteres Problem zur Sprache: Erfahrungsgemäß würden nach der Umwandlung in eine Fußgängerzone, die die Straße attraktiver mache, die Mieten der Häuser steigen. Davor hätten verständlicherweise die Geschäftsleute als Mieter von Ladenlokalen Angst. Bisher beträgt die Quadratmeter-miete in der Ehrenstraße rund 85 Euro. In der Schildergasse liegt sie um die 200 Euro.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Verkehrspolitik.

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