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23.01.2008

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Jugendkriminalität: Was die Stadt dagegen tun will

Ulrich Breite, MdR
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Von Robert Baumanns

Was kann man tun gegen die Jugendkriminalität? Raub, Körperverletzung, Erpressung, Drogendelikte - oft sind die Täter noch keine 14 Jahre alt. Die Stadt hat nun ein Konzept vorgelegt.

Insgesamt gibt es in ganz Köln nur drei Streetworker - bei freien Trägern der Jugendhilfe. "Die Stadt selbst hat bisher keine", gibt Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein (SPD) zu. Das und einiges andere soll sich aber mit den von der Verwaltung vorgeschlagenen "Maßnahmen gegen Jugendkriminalität" ändern.

Wichtigster Punkt: Zur Bekämpfung der Jugendkriminalität gibt es 2008 fast eine Millionen Euro mehr. Davon werden fünf zusätzliche städtische Streetworker finanziert, die in den sozialen Brennpunkten auf auffällige oder gar aktenkundige Jugendliche zugehen, Kontrolle ausüben und sie in Jugendprojekte einbinden. "Das ist nur ein Einstieg in die Streetwork, wir wollen das durchaus ausbauen", stellt die Dezernentin fest.

Zudem soll Geld in den Mitternachtssport, die Schulsozialarbeit und die Drogenhilfe investiert werden. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Justiz soll ausgebaut und dafür gesorgt werden, dass die Strafe für eine Tat auf dem Fuß und nicht erst ein Jahr später erfolgt.

Gestern beriet der Jugendhilfeausschuss der Stadt über das Maßnahmenpaket. "Was die Verwaltung vorschlägt, etwa die engere Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Justiz, sind olle Kamellen", so FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite. Wir fordern ein Erziehungscamp für Köln, empfindliche Strafen nicht erst nach der 27. Tat, verbindliches Anti-Aggressionstraining für auffällige Jugendliche und noch mehr Streetworker."

Rot-Grün lehnte den FDP-Vorschlag ab und setzte zwei eigene Änderungen durch: Zwei Stellen zur Drogenaufklärung werden der Streetwork zugeordnet, das Intensivtäterprogramm wird von 100 auf 150 jugendliche Täter ausgeweitet.

Dass noch viel passieren muss, ist allen Beteiligten klar. Vora llem in den Schulen, wo es bereits ein "Netzwerk gegen Gewalt" gebe, könne man viele problematische Jugendliche erreichen, heißt es im Jugendamt. "Dennoch wurde das Anti-Gewalttraining an Schulen abgeschafft", meutert Uli Breite.

In einem Jahr soll bewertet werden, was die gestern beschlossenen Maßnahmen gebracht haben.


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