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23.01.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Klares Votum für schlanke Minarette

Moscheeprojekt in Ehrenfeld
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Moscheeprojekt in Ehrenfeld
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Moscheeprojekt in Ehrenfeld
Moschee-Bauherr informierte Beirat

Die Ditib stellte den aktuellen Stand ihrer Planungen vor: Der Gebetsraum wird kleiner, die Zahl der Parkplätze bleibt unklar

Von Helmut Frangenberg

Die Türkisch-Islamische Union, Ditib, hat gestern Abend dem Moscheebeirat den aktuellen Stand ihrer Planungen vorgestellt. Wie in der letzten Woche bekannt wurde, will der Moschee-Bauherr die Nutzflächen des neuen Gebäudekomplexes verkleinern. Gestern erklärte man, dass auch der Gebetsraum kleiner werde. Um Kosten zu sparen, soll außerdem nur noch ein unterirdisches Geschoss gebaut werden. Ein klares Votum gab es im Beirat für die modernere Variante der Minarette, die das Architekturbüro Böhm gestern noch einmal vorstellte.

Innerhalb der Ditib hatte es viele Befürworter einer eher konservativen Form gegeben. Nun ist der Bauherr offenbar bereit, die schlanken Minarette mit angedeuteten Balkonen zu bauen. Unklar blieb auch gestern die Zahl der Parkplätze. Die Ditib sagte zu, nach Recht und Gesetz alle Bestimmungen zu erfüllen. Vor der Beiratssitzung hatten mehrere Mitglieder Kritik an der Informationspolitik der Ditib geübt. „Man sieht ganz schön dumm aus, wenn von Planungsänderungen aus der Zeitung erfährt“, sagte FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. Die Änderungen bei der Planung, offene Finanzierungsfragen, aber vor allem der Versuch, die Verringerung der Nutzflächen als Entgegenkommen gegenüber der Kritiker zu verkaufen, hatte auch bei vielen Befürwortern des Moscheeprojekts für Verärgerung gesorgt.

„Diese Diskussion schadet dem Image aller Migranten in Köln“, kritisierte gestern der Vorsitzende des Integrationsrates, Tayfun Keltek. Mehrere Beiratsmitglieder wie auch Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD) erteilten Forderungen, auch bei der äußeren Form der Moschee abzuspecken, eine klare Absage. Doch auch er kritisierte genau wie CDU-Ratsherr Ralph Elster die Öffentlichkeitsarbeit der Ditib. „Wir bleiben Freunde, aber man muss auch mal unter Freunden Klartext reden.“ In einer Pressekonferenz wollen Ditib und Oberbürgermeister Fritz Schramma heute Nachmittag eine gemeinsame Erklärung vorstellen, in der sich die Ditib mit deutlichen Worten zu Integration und Transparenz bekennen will.


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