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16.01.2008

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Pressespiegel

Für Stadtbahn-Verlängerung: Bonner Straße wird einspurig!

Christtraut Kirchmeyer, MdR
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Christtraut Kirchmeyer, MdR
Außerdem will die Stadt zehn Häuser abreißen

Von Robert Baumanns und Chris Merting

Im Kölner Süden droht eine neue Stau-Falle. Die Bonner Straße wird zwischen Gürtel und der Marktstraße demnächst nur noch eine Fahrspur in jede Richtung haben.

Das haben Grüne und SPD im Verkehrsausschuss am Dienstag beschlossen. Anlass ist die oberirdische Verlängerung der Nord-Süd-Stadtbahn bis zum Verteilerkreis in Marienburg (Arnoldshöhe). Dafür wird Platz benötigt – und je eine Fahrspur geopfert.

Überdies müssten dafür zehn Häuser abgerissen werden: Die Bonner Straße ist zu eng. „Die Grünen verursachen ein Stauproblem“, giftet Karsten Möring (CDU), Chef des Verkehrsausschusses. „Wir sind für die Beibehaltung der Zweispurigkeit in jede Richtung.“

Dafür müssten 14 bis 19 Häuser fallen. Die FDP forderte die Verlängerung des U-Bahn-Tunnels bis zum Gürtel – abgelehnt.

Ein Nadelöhr und Dauer-Staus sieht Bettina Tull, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, nicht kommen. Schließlich könne man am Verteilerkreis in die Bahn steigen und so einen Stau gar nicht erst entstehen lassen. Außerdem werde die Rheinuferstraße ausgebaut.

„Wenn es nach uns gegangen wäre, würde die komplette Bonner Straße demnächst einspurig“, so Tull. „Aber dafür hatten wir keine Mehrheit.“ Ihr Bündnispartner SPD wollte nämlich nicht mitspielen.

Wie tausende Autofahrer da mitspielen wollen, wird sich zeigen. Christtraut Kirchmeyer, verkehrspolitische Sprecherin der FDP, stellt fest: „Das ist ein typisch grüner Beschluss – und damit falsch für unsere Stadt.“


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