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12.01.2008

Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Jugendkriminalität: Ringen um Rezepte

Ulrich Breite, MdR
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Ulrich Breite, MdR
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Ulrich Breite, MdR
"Erziehung statt Strafe"

Der Kölner Stadt-Anzeiger und die Kölnische Rundschau berichten heute über eine Pressekonferenz der FDP-Ratfraktion zur Jugendkriminalität.


Kölner Stadt-Anzeiger
"Erziehung statt Strafe"

Die FDP-Fraktion fordert im Zusammenhang mit der Diskussion über Jugendkriminalität, in Köln eine geschlossene Erziehungseinrichtung zu bauen. Es gehe nicht darum, junge Straftäter wegzusperren, sondern darum, sie intensiv pädagogisch zu betreuen, sagte FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite am Freitag vor Journalisten. Der Grundgedanke eines solchen Heimes laute "Erziehung statt Strafe", der Aufenthalt müsse verpflichtend sein. Jugenddezernentin Agnes Klein hat dem Rat einen Katalog mit "Maßnahmen gegen Jugendkriminalität" vorgelegt, über den die Fachausschüsse in den kommenden Wochen diskutieren werden. Unter anderem soll es mehr Sozialarbeiter an Schulen geben. Breite kritisierte, dass die Stadtverwaltung jahrelang keinen einzigen Streetworker beschäftigt hat und erst jetzt fünf Stellen für Sozialarbeitereinrichten will, die sich um Jugendliche auf der Straße kümmern sollen. (adm)


Kölnische Rundschau
Jugendkriminalität: Ringen um Rezepte

Verwaltungskonzept soll nachgebessert werden - FDP fordert Erziehungscamp

Von Christian Deppe und Jan Wördenweber

Die Politik fordert Nachbesserungen beim Maßnahmenkatalog gegen Jugendkriminalität, den die Stadtverwaltung vorgeschlagen hat. Die FDP setzt sich in diesem Zusammenhang dafür ein, dass Köln ein eigenes Erziehungscamp für straffällig gewordene Jugendliche erhält. Es gehe nicht an, dass die Stadt junge Delinquenten ins Ausland etwa nach Spanien schicke, so FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite.

Der Rat hat für Maßnahmen gegen Jugendkriminalität fast eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung schlägt vor, 310 000 Euro in ein "Sucht-Clearing" und 58 000 Euro in die Drogenhilfe zu stecken. Rund 530 000 Euro sollen in Streetwork, die Arbeit von Sozialpädagogen auf der Straße, 80 000 Euro in Mitternachtssport investiert werden.

Die FDP kritisiert, dass nur vier der fünf Sozialarbeiter tatsächlich auf die Straße geschickt werden sollen, einer soll die Koordinationsstelle betreuen. Für diese Arbeit müsse eine zusätzliche Stelle geschaffen werden, so die FDP. Außerdem sollen nur drei der fünf Mitarbeiter der Stadt unterstellt werden, für zwei Mitarbeiter soll nach der Meinung der Verwaltung die Arbeiterwohlfahrt einen Zuschuss von 115 000 Euro erhalten.

Die Awo richte ihre Straßenarbeit auf Mädchen und junge Frauen aus, sagt FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite. Die Liberalen sehen größeren Bedarf der direkten Ansprache bei jungen Männern. Sie sprechen sich dafür aus, dass alle Streetworker im Auftrag der Stadt unterwegs sein sollen. Und die Präventionsarbeit gegen Sucht sei sinnvoll, aber nicht die erwünschte Maßnahme gegen Jugendkriminalität.

Außerdem soll nach dem Willen der Liberalen in Köln ein Erziehungscamp entstehen. Nach dem Vorbild von Bedburg-Hau soll auch in der Domstadt ein "Heim mit Anwesenheitspflicht und erzieherischem Anspruch" für jugendliche Straftäter eine Alternative zum Gefängnis bilden. Schließlich fordern die Liberalen, die Zahl der betreuten Intensivtäter von 100 auf 300 zu erhöhen.

Auch die SPD vermisst Angaben zum Ausbau des Intensivtäterprogramms. Zudem fühlten sich die freien Träger bei der Zuordnung des Personalbedarfs benachteiligt, sagt Walter Kluth. "Sie wollen Aufgaben erledigen, die im Maßnahmenkatalog bei der Stadt angesiedelt sind." Der Sozialausschuss empfahl die Vorlage ohne Votum der weiteren Beratung.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema "Mehr Sicherheit".

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