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14.11.2007

FDP-Kreisverband Köln und FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Stärkere Wahrnehmung als Unternehmensstandort

Michael Müller-Berg, Anton Neuberger, Herbert Ferger, Marco Mendorf, Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath und Werner Hoyer (v.l.n.r.)
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Michael Müller-Berg, Anton Neuberger, Herbert Ferger, Marco Mendorf, Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath und Werner Hoyer (v.l.n.r.)
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Michael Müller-Berg, Anton Neuberger, Herbert Ferger, Marco Mendorf, Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath und Werner Hoyer (v.l.n.r.)
Liberales Wirtschaftsforum im Kunstsalon

Von Wolfgang Baumann

Der Stadt Köln fehlt es oft am konsequenten Willen, auch als führender Wirtschaftsstandort wahrgenommen zu werden. Das war die Kernaussage des Liberalen Wirtschaftsforums im Kunstsalon in Köln-Raderberg. Die
Veranstaltung wurde organisiert von der FDP-Köln, vertreten unter anderem vom Ratsmitglied und stellvertretenden Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses des Rates, Marco Mendorf, und dem liberalen Mittelstand NRW, vertreten unter anderem von Ingo Stolle.

Zum Auftakt wies Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der Industrie-
und Handelskammer Köln, in einem Grundsatzreferat auf ein "oft zu wenig
bekanntes Potenzial" dieser Stadt hin. "Köln macht viel zu wenig aus
seinen Möglichkeiten, sich als hochattraktiver Unternehmensstandort zu positionieren", so Dr. Ferger vor den hundert Gästen des Forums. Er verwies unter anderem auf die überdurchschnittlich guten Verkehrsanbindungen und einen konstant niedrigen Gewerbesteuersatz, was gegenüber weichen Standortfaktoren wie Lebensgefühl und "einer gewissen Kneipenkultur" zu oft in den Hintergrund geriete.

Eine Einschätzung, die auch in einer anschließenden Gesprächsrunde immer
wieder deutlich wurde. Neben Dr. Ferger auf dem Podium: Dr. Werner Hoyer, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, Michael
Müller-Berg, Manager bei Microsoft Deutschland, Anton Neuberger,
Geschäftsführer von Sky-Event-Conference GmbH, und Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath, Vorstandsvorsitzender der Kölner Bank eG.

Grundtenor: Die Qualität eines Standortes hängt entscheidend von der
Außenwahrnehmung der wirtschaftlichen Entwicklung ab. "Hier verkauft sich Köln insgesamt zu schlecht", stellte Anton Neuberger fest und wünschte sich mehr "Drive und Selbstbewusstsein". Michael Müller-Berg verwies in diesem Zusammenhang auf eine schlechte Kommunikation mit der Öffentlichkeit: "Viele Kölner erahnen noch nicht mal, was sich hier in den nächsten fünf, sechs Jahren alles entwickeln wird". Dieses hohe
Wachstumspotenzial sei letztlich auch entscheidend für die
Standortverlagerung von Neuss nach Köln gewesen, so der Microsoft-Manager.

Dr. Werner Hoyer kritisierte eine gewisse Genügsamkeit, die oft im
Mittelmaß stecken bleibe. "Ich würde mir hier eine gnadenlose
Schwachstellenanalyse mit mehr Mut zur Qualität wünschen", so der
Bundestagsabgeordnete. Diese Qualität müsse eigentlich vorhanden sein in
einer zudem "sehr wohlhabenden Stadt", so Sebastian Prinz von Schonaich-Carolath, aber es fehle oft an einem selbstbewussten Zusammengehörigkeitsgefühl.

Mitverantwortlich dafür, so ergänzte Michael Müller-Berg, seien auch die grundsätzlich anderen Sprachen in Wirtschaft und Politik: "Wirtschaftliche und politische Entscheidungsprozesse sind oft völlig unterschiedlich und erschweren insofern ein gemeinsames Problembewusstsein". Das zeige sich schon äußerlich in einem sehr uneinheitlichen Stadtbild, stellte Dr. Ferger abschließend fest und forderte eine "konsequente Definition einer neuen Stadtmitte rund um die Oper", wie das im Rahmen des von der IHK angeregten "Masterplans" im Bereich Stadtentwicklung auch vorgesehen sei.

Im Anschluss an die anregende Diskussion hatten die Gäste bei einem Glas Kölsch an der Bar noch Gelegenheit für weitere Gespräche. Das Liberale Wirtschaftsforum bietet eine gute Plattform für den regelmäßigen Austausch von Unternehmern, Unternehmensverbänden und wirtschaftlich interessierten Bürgerinnen und Bürger.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Wirtschaft und Privatisierung: Der Staat ist kein guter Unternehmer.

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