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05.10.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Walter-Pauli-Ring begrüßt

Modell des neuen Polizeipräsidiums
Modell des neuen Polizeipräsidiums
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Modell des neuen Polizeipräsidiums
Zur heutigen Dringlichkeitsentscheidung der Benennung der Eisenbahnstraße in Kalk nach Walter Pauli erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Ralph Sterck:

„Die jetzt gefundene Lösung, die Straße vor dem Polizeipräsidium nach dem Vorschlag der Kölner Polizeibeamten „Walter-Pauli-Ring“ zu nennen und dem Teilstück nördlich der Gummersbacher Straße später einen Namen zu geben, findet die volle Unterstützung der Kölner FDP. Es ist völlig richtig, dem Wunsch der Kölner Polizistinnen und Polizisten zu folgen, die neue Adresse des Polizeipräsidiums nach einem erschossenen Kollegen zu benennen und damit an die Opfer des RAF-Terrors zu erinnern. Wir Liberalen freuen uns aber auch, dass unser Vorschlag aufgegriffen wurde, das Teilstück ab der Gummersbacher Straße bis zur Stadtautobahn jetzt noch für eine spätere Namensgebung freizuhalten. Damit bleibt die Chance erhalten, eine bedeutende Straße nach dem ersten direkt gewählten Kölner Oberbürgmeister Harry Blum zu benennen.

Die Grünen halten die Namensgebung Walter-Pauli-Ring für „unakzeptabel“, weil sie kein Opfer der RAF geehrt sehen wollen, da „Waffen auf beiden Seiten leicht gezückt wurden“. Diese Argumentation stellt Täter und Opfer auf eine Ebene, was ich für nicht akzeptabel halte. Auch können wir Liberalen die Drohung der Grünen nicht nachvollziehen, dass durch die Ehrung eines Terroropfers das „Zusammenwirken von Bürgerschaft und Polizei“ belastet würde. Die deutsche Bevölkerung hat den linken Terror und das Morden der RAF mit Abscheu abgelehnt. Der Name Walter-Pauli-Ring ist darum für die Grünen eine gute Gedankenstütze, wer Opfer und wer Täter in der bitteren Zeit des RAF-Terrors waren.“

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