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20.08.2007

FDP-Bundestagsfraktion

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Kein kopfloser und übereilter Rückzug aus Afghanistan

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FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle und der außenpolitsche Sprecher der FDP-Fraktion, Dr. Werner Hoyer, haben den tödlichen Anschlag auf drei deutsche Sicherheitsbeamte in Kabul als "feige Morde" verurteilt. Zugleich spricht sich Westerwelle im "ZDF-Morgenmagazin" gegen einen Abzug der deutschen Truppen aus. "Ein kopfloser und übereilter Rückzug aus Afghanistan wäre gegenüber den Menschen in Afghanistan unverantwortbar und mit unseren eigenen Interessen in Afghanistan nicht zu vereinbaren", erklärt auch Hoyer.

Die drei deutschen Beamten, die zum Schutz der deutschen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt eingesetzt waren, starben am vergangenen Mittwoch als sie mit ihrem Fahrzeug auf einen Sprengsatz fuhren. Alle drei hinterlassen Familie. Ein weiterer Beamter wurde verletzt und in das Krankenhaus des Bundeswehrfeldlagers gebracht. FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle erklärte in einer ersten Stellungnahme, dass die Liberalen „tief betroffen“ und "tief bewegt" seien und er mit den Angehörigen trauere.

Die Opfer hätten für Sicherheit und Stabilität in einem geschundenen Land gesorgt, so der FDP-Chef weiter. "Diesen schändlichen und barbarischen Akt verurteilen wir auf das Schärfste." Westerwelle unterstrich, dass man nicht vor dem Terror zurückweichen dürfe, da man ansonsten auch vor "diesen Mördern" kapituliere. Im "ZDF-Morgenmagazin" erklärte er am Freitag: "Wenn man sich das anschaut, dann weiß man, was in Afghanistan überall wieder stattfinden würde, würden wir Deutsche oder auch andere internationale Verbündete sich jetzt sofort zurückziehen." Das Engagement sei ein notwendiger Beitrag auch zur Stabilisierung der Sicherheit in Europa.

Westerwelle betonte, dass ein Abzug nur eine Konsequenz hätte: "Die Taliban wären wieder dran, die Frauen und Mädchen würden wieder unterdrückt, gesteinigt und gefoltert." Die Taliban würden Afghanistan abermals als riesiges Aufrüstungsgebiet für den Terrorismus nutzen. Es sei daher wichtig, den friedlichen Aufbau in dem Land fortzusetzen. Und dieser sei nur möglich, weil er militärisch geschützt werde. Würde das Militär abziehen, würden am nächsten Tag auch die zivilen Aufbauhelfer um ihr Leben fürchten müssen, so Westerwelle.

Zuletzt wurden im vergangenen Mai drei deutsche ISAF-Soldaten und mehrere Zivilisten bei einem Selbstmordanschlag auf die Bundeswehr im nordafghanischen Kundus getötet. Im Herbst entscheidet der Bundestag über die Verlängerung der Mandate.


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