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24.03.2007

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

"Ich bin fassungslos"

Innenminister Dr. Ingo Wolf, MdL
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Innenminister Dr. Ingo Wolf, MdL
Innenminister geschockt über Gewalttat in Ostheim - Schnelle Strafe als Abschreckung

Von Daniel Taab

NRW-Innenminister Ingo Wolf zeigte sich gestern in Köln "besorgt" über den Anstieg der Gewalttaten. Der Fall des 17-Jährigen, der an Weiberfastnacht einen Familienvater in Ostheim ins Koma geprügelt haben soll, habe ihn "fassungslos" gemacht. "Es kann nicht sein, dass Stadtteile in den Händen von Jugendgangs sind", sagte Wolf bei einer Pressekonferenz im Kölner Polizeipräsidium.

Wolf betonte, dass Kinder in der Familie und in der Schule auf den richtigen Weg gebracht werden müssen und ihnen beigebracht werden solle, dass Gewalt keine Lösung sei. Der Innenminister machte aber auch deutlich, "dass die Polizei nicht der Reparaturbetrieb unserer Gesellschaft ist". In allen Bereichen des Lebens müssten die Menschen daran arbeiten, dass es erst gar nicht zu solch brutalen Übergriffen kommt. "Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens", so Wolf.

Zu der umstrittenen Freilassung des 17-Jährigen aus der Untersuchungshaft äußerte sich Wolf nicht. Dies sei alleine die Angelegenheit der Richter. Allerdings plädierte der FDP-Politiker für eine "schnelle Strafe". Dies sei die "beste Abschreckung".

Ob der Karnevalsschläger noch bis zu seiner Gerichtsverhandlung in dem Erziehungsheim in Krefeld bleibt, entscheidet sich wahrscheinlich in der kommenden Woche. Mit Beginn soll über die Beschwerde der Staatsanwaltschaft zur Entlassung des 17-Jährigen entschieden werden.

Der lebensgefährlich verletzte Familienvater liegt mittlerweile in einer Klinik in Koblenz. Die Lebensgefährtin des Opfers hat derweil therapeutische Hilfe in Anspruch genommen, teilte der Opferschutzbeauftragte der Kölner Polizei mit. Für die Kinder, die den Vorfall miterlebt haben, sei die angebotene Hilfe aber bisher nicht angenommen worden.

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