Die Bezeichnung für das frühere Fabrikareal ist nach Meinung von CDU und FDP in der Bezirksvertretung Kalk veraltet. Ein Bürgerwettbewerb könnte einen neuen Namen bringen.
Von Reiner Kramer
Relikte der Vergangenheit gibt es auf dem ehemaligen Gelände der „Chemischen Fabrik Kalk“ (CFK) kaum noch, lediglich der Wasserturm trotzt den rasanten Veränderungen im Viertel. Dennoch ist die Vergangenheit ständig in aller Munde: CFK-Gelände heißt noch heute das rund 40 Hektar große Areal.
Nicht zeitgemäß, glauben Vertreter von CDU und FDP in der Bezirksvertretung. „Wir werden mit diesem Gelände national und international für Kalk werben“, meinte CDU-Fraktionschef Karl-Julius Knappertsbusch. Der Begriff „CFK-Gelände“ passe so gar nicht zusammen mit „Science Center“, „Shopping-Mall“ oder „Multiplex-Kino“ - Einrichtungen, die hier entstehen sollen. „Der Name betont all- zu sehr das Bild einer überkommenen Industrie- und Wirtschaftsstruktur“, erläuterte Knappertsbusch. Deshalb stellten CDU und FDP den Antrag, dass die Stadt mit dem Eigentümer des Geländes, der Grundstücksentwicklungs-Gesellschaft GSE, einen Wettbewerb ausschreiben soll, um einen geeigneten Namen zu finden. Die Bürger sollen einbezogen werden. „Ein Bürgerpreis, vielleicht mit 500 Euro dotiert, wäre eine Möglichkeit“, schlug FDP-Bezirksvertreterin Christa Wirtz vor.
Der Antrag wurde mehrheitlich gegen die Stimmen von SPD und Grünen angenommen. Die möchten den Namen erhalten. „Er verweist auf die Geschichte Kalks“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Theisohn. Zudem würden die Kalker einen anderen Namen nicht annehmen. Die stellvertretende Grünen-Sprecherin Karin Schmidt charakterisierte das Gelände als „Identifikationsobjekt und Orientierungspunkt“. Ein neuer Name sei „nicht notwendig“.
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