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09.02.2007

Kölner Stadt Anzeiger

Pressespiegel

Sanierung des Bahnhofs gefordert

Dominik Schmidt, Mitglied der Bezirksvertretung Porz
Dominik Schmidt, Mitglied der Bezirksvertretung Porz
Dominik Schmidt, Mitglied der Bezirksvertretung Porz
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Dominik Schmidt, Mitglied der Bezirksvertretung Porz
Stadtteilpolitiker wollen nicht auf den ungewissen Neubau warten

Eigentlich sollte in diesem Jahr mit der Verlegung des Porzer Bahnhofs begonnen werden.

Von Damian Zimmermann

Porz - Mit diesem Urteil stieß Thomas Ehses bei den Porzer Bezirksvertretern auf einhellige Zustimmung: „Der Bahnhof Porz ist in einem jämmerlichen Zustand“, sagte der Stadtteilparlamentarier der Grünen in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Von außen ist der Bahnhof für Ortsunkundige gar nicht zu erkennen und nur durch einen dunklen, niedrigen und unzureichend beschilderten Fußgängertunnel zu erreichen.

Die provisorischen Bahnsteige aus Holz sind längst in die Jahre gekommen, überall befinden sich Graffiti und Schmierereien, die Glasbausteine am Treppenabgang sind zerstört oder verschmutzt und der Fahrkartenautomat schluckt regelmäßig Scheine und Münzen, ohne jedoch im Gegenzug Fahrscheine auszuspucken.

Um diese Situation zu ändern, hat die Bezirksvertretung auf Initiative der FDP einen Antrag verabschiedet, in dem die Stadtverwaltung aufgefordert wird, den Bahnhof in Absprache mit der Deutschen Bahn zu sanieren und barrierefrei zu gestalten – denn jeder, der nicht gut zu Fuß ist, kann die Haltestelle nur mit Mühe erreichen.

Der Antrag wurde von den Parteien grundsätzlich begrüßt – schließlich warten die Porzer schon seit Jahren auf eine Sanierung des Bahnhofs beziehungsweise auf dessen Abriss. Denn eigentlich soll er in einigen hundert Metern Entfernung neu gebaut werden – dann auch mit Aufzügen zwischen Bahnsteig und Straße, um den Bahnkunden den Einstieg zu erleichtern.

Angekündigt wurde die Verlegung bereits im Zusammenhang mit dem Ausbau ICE-Verbindung nach Frankfurt. Zuletzt hieß es bei der Deutschen Bahn, dass es im Jahr 2007 losgehen soll. Auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mochte ein Unternehmenssprecher diesen Zeitplan nun jedoch weder dementieren noch bestätigen. „Aktuelle Informationen gibt es im Laufe des Jahres“, so die lapidare Auskunft.

Vor einem halben Jahr war man dort noch ein wenig auskunftsfreudiger und erklärte, dass man noch auf das Baurecht für den fünf Millionen Euro teuren Bahnhof warte. Die Bauzeit schätzte man damals auf rund zwei Jahre. Rechnet man dies alles zusammen, müssen die Fahrgäste der S-Bahnen und Regionalzüge den maroden Bahnhof noch mindestens bis zum Jahr 2010 nutzen. (08.02.2007)

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