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13.12.2006

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

FDP gegen Bäderschließung

Ulrich Breite, MdR
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Ulrich Breite, MdR
Breite: Mittelfristiges Bäderkonzept muss überarbeitet werden

In der gestrigen Medienberichterstattung wurde von einem mittelfristigen Bäderkonzept der KölnBäder GmbH berichtet, das eine Schließung von sechs Bädern in ganz Köln vorsieht. Dazu erklärt Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite:

„Die Kölner FDP-Fraktion unterstützt die Geschäftsführung der KölnerBäder GmbH in ihrem Ziel, ihr Bäderangebot in unserer Stadt für die Kölnerinnen und Kölner qualitativ zu verbessern und attraktiver zu gestalten. Dazu gehört der Neubau des Ossendorfbades und des Eis- und Schwimmstadion Lentstraße sowie die Modernisierung bzw. Nutzungserweiterung des Zollstockbades und des Stadionbades. Die vorgelegte Planung und dazugehörige Investitionssumme der vier Projekte ist höchst ambitioniert und zukunftsweisend für eine städtische Bäderkultur in Deutschland, die auch einen öffentlichen Auftrag wahrnimmt.

Zum öffentlichen Auftrag gehört insbesondere die Bereitstellung von Schwimmflächen für Vereine und Schulen. Gerade hier unterscheidet sich die BäderGmbH von rein privaten Anbietern. Die Kölner FDP-Fraktion hat bisher immer eine Bäderkonzeption der Geschäftsführung unterstützt, die auf Konsolidierung der Unternehmensergebnisse durch neue und modernisierte Bäder sowie Nutzungserweiterung (Saunalandschaft oder Freibad zu Kombibad) oder auf Nutzungsumwandlung von öffentlichen Bädern zu reinen Gruppenbädern für Vereine und Schulen setzt. Dazu gehört auch die Schließung von nicht sanierungsfähigen Bädern wie des Bickendorfbades, wenn im Einzugsgebiet neue Angebote wie das Ossendorfbad geschaffen werden oder Angebote keine ausreichende Nachfrage mehr finden, wie beim Freibadeangebot Fühlinger See.

Die FDP wird jedoch keinem mittelfristigen Bäderkonzept der Gesellschaft zustimmen, welches durch umfangreiche Bäderschließung den öffentlichen Auftrag zur Bereitstellung von Schwimmflächen für Vereine und Schulen ad absurdum führt. Der Konsolidierungseffekt für das Betriebsergebnis der KölnBäder GmbH durch attraktive und moderne Bäder entfaltet sich nur durch die Mehrnutzung von Privatkunden, auf die deshalb der Bäderbetrieb voll abgestellt werden muss. Auf der Strecke bleiben die Schwimmangebote für Vereine und Schulen. In den neuen und modernen Bädern dürfen sie nicht mehr rein, in die alten Bäder kommen sie nicht mehr rein, da sie geschlossen sind.

Die Konsequenz solch eines mittelfristigen Bäderkonzeptes der KölnBäder sind attraktive Bäder ohne nennenswerten öffentlichen Auftrag für Vereine und Schulen. Damit gäbe es beim Angebot keine Unterscheidung mehr zu privatwirtschaftlichen Anbietern. Der geschlossene Bädervertrag zwischen Stadt und Stadtwerke bei Überleitung der städtischen Bäder wäre somit obsolet.

Die FDP fordert daher eindringlich eine Überarbeitung des schon in der Kölner Öffentlichkeit diskutierten Bäderkonzeptes. Zielsetzung der Überarbeitung muss es sein, bei allen notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen der Kölnbäder und ambitionierter Neugestaltung von Bädern ausreichend Schwimmflächen für Vereine und Schulen bereit zu stellen. Die Daseinsberechtigung der KölnBäder liegt gerade im Angebotsunterschied zu privaten Anbietern.“


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