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24.04.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Bald All-you-can-ride-Ticket für KVB?

Christtraut Kirchmeyer, MdR
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Christtraut Kirchmeyer, MdR
Kirchmeyer: „Start zu Karneval 2003 möglich!“

All-you-can-ride-Ticket soll es das neuste Angebot der KVB heißen: So-viel-du-fahren-kannst. Und hier ist der Name Programm. „Wir wollen ein Ticket, das bei mehrtägigen Großveranstaltungen wie Karneval, CSD oder Ringfest die Besucherinnen und Besucher in Busse und Bahnen lockt, weil es z. B. für 5 € günstig angeboten wird und während eines gesamten Event-Wochenendes gilt“, bringt die liberale Ratsfrau Christtraut Kirchmeyer eine Initiative ihrer Fraktion auf den Punkt. Die FDP hat gemeinsam mit der CDU in den Bau- und Verkehrsausschuss am Donnerstag nächster Woche einen entsprechenden Antrag eingebracht, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, alle Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den KVB, den Partnerbetrieben in der Region und dem VRS zu ergreifen, um dieses Ticket auf den Markt zu bringen.

Vorbild ist das Ticket, das die Berliner Verkehrsbetriebe zu Love-Parade anbieten. „Die von uns vorgeschlagene Form als Bändchen, das man um das Handgelenk trägt, und der an dem englischen All-you-can-eat-Buffet angelehnte Name zeigen schon, dass wir insbesondere junge Leute ansprechen wollen, die sonst vielleicht schwarzfahren würden“, erläutert Kirchmeyer. Das neue Ticket solle möglichst erstmals zum Karneval 2003 angeboten werden.

Der Zeitpunkt für die Initiative ist günstig, denn das Tarifsystem im Verkehrsverbund soll ohnehin reformiert werden: „Da kommt unsere Anregung gerade richtig“, freut sich Kirchmeyer. Es müsse Ziel der Tarifpolitik im Öffentlichen Personennahverkehr sein, die unübersichtliche Tarifstruktur der KVB und des VRS für Bürgerinnen und Bürger einfacher und verständlicher zu gestalten. So würden mehr Bürgerinnen und Bürger als bisher nicht nur anlässlich von Großveranstaltungen auf Bus und Bahn umsteigen, denn insbesondere seltene KVB-Nutzer und Gäste unserer Stadt fühlen sich vielleicht durch den Tarifdschungel animiert, unser ÖPNV-Angebot gar nicht oder unentgeltlich zu nutzen, so Kirchmeyer abschließend.


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