Von Gregor Timmer
Der Rat hat grünes Licht für die Planung der Archäologischen Zone am Rathaus gegeben. Geplant ist ein Netzwerk von unterirdischen Besichtigungsstätten mit den Überresten des römischen Praetoriums im Mittelpunkt. Die Gesamtkosten für das neue Museums-Glanzlicht werden laut Verwaltung rund 13 Millionen Euro betragen. Das Projekt soll im Rahmen der Regionale 2010 realisiert werden, wobei 80 Prozent der Kosten durch Fördermittel des Landes gedeckt würden.
Für eine heftige Kontroverse sorgte ein Änderungsantrag von SPD, Grünen und FDP, einen gemeinsamen europaweiten Realisierungswettbewerb sowohl für die Archäologische Zone als auch für das Haus der jüdischen Kultur auszuloben. OB Fritz Schramma warnte eindringlich vor einer Koppelung beider Projekte, die zu einer Zeitverzögerung und damit zu einer Gefährdung der Regionale-Bezuschussung führen könne. Gleichwohl sprachen sich die Fraktionen mit großer Mehrheit für einen integrierten Wettbewerb aus.
Man könne die Archäologische Zone im ersten Bauabschnitt unabhängig vom Jüdischen Museum realisieren, müsse aber bei den Planungen die Möglichkeit einer Verbindung beider Projekte miteinbeziehen, argumentierte FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. Sollte das Jüdische Museum gebaut werden, soll sich der Förderverein mit 50 Prozent an den Wettbewerbskosten beteiligen. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU, Karl Jürgen Klipper, bezeichnete den Beschluss als „katastrophal“ und „unheimliche Gefahr“ für die Bereitstellung der Regionale-Fördermittel.
Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Haus und Museum der jüdischen Kultur.
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24.06.2006
Kölnische Rundschau
Pressespiegel
Krach um Wettbewerb für Archäologische Zone
Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
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