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24.10.2005

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

FDP gegen Aufhebung der Hochhausbebauungspläne

Geplante Neubauten in Deutz
Geplante Neubauten in Deutz
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Geplante Neubauten in Deutz
Sterck: Stadt darf sich nicht erpressen lassen

Anlässlich der Überlegungen der Stadtspitze, den Bebauungsplan für die Hochhäuser rund um den ICE-Terminal in Deutz im Dezember vom Rat aufheben zu lassen, erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Ralph Sterck:

„Wir dürfen die Entwicklung im Rechtsrheinischen nicht von einem einzelnen Mietvertrag abhängig machen. Die Hochhäuser sind städtebaulich und wirtschaftlich geboten. Auch die Entwicklungen des Mediaparks und des Rheinauhafens haben gezeigt, dass die Nutzer nicht Schlange stehen und man Geduld haben muss, um ein Konzept umzusetzen.

Bereits in unserem Ratsantrag von Mitte August hatten wir beantragt, sollte sich abzeichnen, „dass das Kongresszentrum auf absehbare Zeit nicht zu realisieren sein, so wird die Verwaltung aufgefordert, in Absprache mit der KölnMesse alternative (Übergangs-)Nutzungen der entsprechenden Flächen vorzuschlagen.“ Für die Hochhäuser gilt dies nicht.

Nach den Berichten von der UNESCO-Konferenz in Durban ist klar: Damit z.B. in Asien nicht direkt neben Welterbestätten Hotels gebaut werden, soll in einem ‚Musterland’ ein Exempel statuiert werden. Dafür wurde die bei der Verleihung des Weltkulturerbetitels an den Kölner Dom geforderte Pufferzone willkürlich vom linken Rheinufer bis nach Deutz erweitert.

Jetzt auf eine Höhe von 60m zurückzugehen, ist riskant. Streicht die UNESCO uns dann von der Roten Liste? Darf das Commerzbankgelände an der Nord-Süd-Fahrt mit einem 10-Geschosser neu bebaut werden? Oder fällt irgendwann jemandem auf, dass auf der Südblickachse noch drei 16-stöckige Kranhäuser im Rheinauhafen gebaut werden sollen?

Auf mich machen die Forderungen der UNESCO und deren Anhänger den Eindruck eines Fasses ohne Boden. Die Stadt darf sich hier nicht dauerhaft erpressbar machen lassen. Möglicherweise ist auch hier das Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.“


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