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11.03.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Wolf bei Chemiedozententagung

Bürgermeister Wolf spricht in der Universität
Bürgermeister Wolf spricht in der Universität
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Bürgermeister Wolf spricht in der Universität
Bürgermeister Manfred Wolf begrüßt die Teilnehmer der Chemiedozententagung an der Universität zu Köln. Im Rahmen seiner Rede betont er:

„Die Universität zu Köln ist eine der ältesten und inzwischen die größte Universität Deutschlands. Und mit über 1.000 Studenten ist der Fachbereich Chemie einer der größten Studienstandorten in Deutschland. Ich freue mich deshalb, dass dieses wichtige Forum hier in Köln stattfindet.

In der Region Köln arbeiten ca. 4.300 Menschen im Bereich der Chemieforschung und 20 Prozent des Gesamtumsatzes der deutschen Chemieproduktion werden allein im Bereich der Industrie- und Handelkammer zu Köln erzielt. Wir haben hier etwa 80.000 Beschäftigte in rund 150 Chemieunternehmen aller Größenordnung.

Prägendes Element unserer Region ist der Rhein. Unser Fluss ist ein wichtiger Grund, warum die Region so attraktiv für die Chemieindustrie ist. Der Rhein liefert Wasser in ausreichender Menge für die anfallenden Produktionsprozesse. Aber viel wichtiger ist seine Funktion als Transportweg. Der Rhein ist bekanntlich der bedeutendste Binnenschifffahrtsweg Europas und wird intensiv von der Chemieindustrie als Transportweg genutzt. Deshalb haben wir hier in Köln den zweitgrößte Binnenhafen Deutschlands. Und von umgeschlagenen Gütern im Kölner Hafen waren in 2000 knapp 80 % Güter der Chemieindustrie.

Ein weiterer Pluspunkt für die Chemieregion Köln-Bonn ist das weit verzweigte Schienennetz. Köln ist die Mitte Europas. Es bestehen leistungsfähige Verbindungen in alle Himmelrichtungen. Alle wichtigen Standorte der Chemieindustrie in Mittel- und Westeuropa sind so miteinander verbunden. Hinzu kommt ein dichtes Netz an Autobahnen und Schnellstraßen und der zweitgrößte Frachtflughafen Deutschlands. Die vielen international tätigen Logistikunternehmen sorgen für einen sicheren und reibungslosen Transport der Güter.

Die Vernetzung der Produktionsstandorte ist nicht nur im Bereich der Verkehrsinfrastrukturen ein großes Plus der Chemieregion Köln/Bonn. So werden über weit verzweigte Rohrleitungssysteme Prozessenergien, Rohstoffe und Zwischenprodukte kostengünstig und technisch sinnvoll ausgetauscht. Das engmaschige Netz an Pipelines ist also ein Charakteristikum des Kölner Chemiegürtels. Mehr als die Hälfte aller Produkte und Rohstoffe werden sauber, umweltfreundlich und unauffällig durch diese Pipelines transportiert. Und natürlich ist die Region direkt an internationale Pipelinenetze angeschlossen. Rohöl von den Seehäfen Rotterdam und Wilhelmshaven kommt so zu unseren Raffinerien.

Sie sehen, die Region Köln bietet der Chemieindustrie hervorragende Bedingungen. Dieses gilt hinsichtlich der Verkehrslogistik und natürlich auch für die Forschung. Aber natürlich wollen wir auch, dass das so bleibt. Aus diesem Grund wurde 1996 das Chemieforum Köln aus der Taufe gehoben - es ist der Vorläufer von CHEMCOLOGNE. CHEMCOLOGNE ist eine beispielhafte Kooperation zwischen Unternehmen, Arbeitgeberverband, Gewerkschaft, Landes- und Bezirksregierung und natürlich den Städten und Kreisen im Raum Köln. Hier bei uns können die Chemieunternehmen auf die breite Unterstützung aller Akteure zählen, denn wir wollen die Bedeutung der Region als einer der wichtigsten und attraktivsten Chemiestandorte in Europa weiter ausbauen."

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