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15.09.2005

Innenministerium NRW

Meldung

NRW-Polizei probt für Fußball-WM 2006

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Aktion in Weeze: Sicherheit ohne Grenzen
Innenminister Ingo Wolf: Keine Chance für Fußball-Chaoten!


Das Innenministerium teilt mit:

Insgesamt 650 Polizeibeamte üben heute auf dem Flughafengelände Weeze/Niederrhein den „Ernstfall“: das Einschreiten gegen gewaltbereite Fußballanhänger bei der Fußballweltmeisterschaft 2006. „Nordrhein-Westfalens Polizei bereitet sich gründlich auf dieses Ereignis vor“, versicherte NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf in Düsseldorf, „denn die Ausschreitungen Dresdner Hooligans in Bayern zeigen eine gefährliche Entwicklung, der wir vorbeugen werden.“ Neben der nordrhein-westfälischen Polizei nehmen Polizeieinheiten aus den Niederlanden und Beamte der Bundespolizei an der groß angelegten Übung teil. Etwa 800 Statisten treten als Fußballfans und gewalttätige Hooligans auf.

Neben der Begleitung von Fanbussen werden verschiedene Szenarien im Zusammenhang mit Gewalttätern durchgespielt. Im Ballungsraum Rhein-Ruhr beispielsweise erleben die Polizeibehörden Aufenthalte und Reisebewegungen von Fußballfans, Rahmenveranstaltungen und „Jubelfeiern“, erläuterte Innenminister Wolf. „Randale durch Hooligans wollen wir konsequent unterbinden. Unser Motto lautet: Keine Chance für Fußball-Chaoten! Deshalb bereiten wir uns mit dieser gemeinsamen Übung vor“.

„Die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen werden den fröhlichen Charakter der WM 2006 nicht beeinträchtigen. Die Polizei Nordrhein-Westfalen wird den Gästen der Fußballweltmeisterschaft ein offener, toleranter und freundlicher Partner sein“, sagte der NRW-Innenminister. Deutschland erwartet "die Welt zu Gast bei Freunden". Etwa drei Millionen Besucher aus aller Welt werden die Fußballspiele besuchen. „Es ist unser Ziel, dass sich alle Besucher hier wohl fühlen, die aus Anlass der Fußballweltmeisterschaft zu uns kommen“, so Wolf.

Dortmund, Gelsenkirchen und Köln sind in NRW Austragungsorte für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Hier findet mit 16 Begegnungen insgesamt ein Viertel aller Spiele statt. „Dieser großen Herausforderung für unsere Polizei werden wir uns professionell stellen“, sagte der Minister zuversichtlich. Die nordrhein-westfälische Polizei besitze schließlich bundesweit die größten Erfahrungen bei Fußballeinsätzen. So wurde unter der Federführung von NRW-Beamten das deutsche Rahmenkonzept für die Polizeieinsätze von Bund und Ländern zur WM 2006 erstellt.

Die gute Zusammenarbeit zwischen nordrhein-westfälischen und niederländischen Polizeikräften ist über Jahre gewachsen. Schon 2002 probten die Beamten beider Länder gemeinsam auf dem Militärflughafen in Weeze. In diesem Frühjahr entschieden sie sich für die Arena auf Schalke als den Ort, um das Vorgehen gegen Hooligans zu trainieren und die Einsatztaktiken aufeinander abzustimmen.

Zudem findet ein dauerhafter Informationsaustausch über die „Gewalttäter Sport“ zwischen den Zentralen Informationsstellen (ZIS) in Düsseldorf und Utrecht statt. „Unsere Hooligan-Experten der ZIS haben international einen sehr guten Ruf“, betonte Innenminister Wolf. „Sie unterstützen und beraten regelmäßig bei Welt- und Europameisterschaften und anderen internationalen Fußballspielen ihre ausländischen Kollegen vor Ort.“

Die Übung in Weeze ist eine von vielen Veranstaltungen, bei der die Polizei in NRW sich auf die besonderen Problem mit der WM 2006 vorbereitet. So trainierte die Polizei schon zweimal in Dortmund. Bereits im Oktober 2004 wirkten Polizei und Rettungskräfte auf dem Dortmunder Flughafen probeweise zusammen, um das Vorgehen bei größeren Schadenlagen in Hinblick auf die Fußballweltmeisterschaft miteinander abzustimmen. Anfang diesen Monats wurde das Szenario dann in die Dortmunder U-Bahn verlegt, wo die Polizei gleichzeitig auch den Zugriff auf Gewalttäter übte.

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