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05.02.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Organisation der Wochenmärkte wird privatisiert

Ralph Sterck
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Ralph Sterck
"Die Verwaltung wird beauftragt, die Organisation der Kölner Wochenmärkte in einem Pilotprojekt in private Hände zu legen“, ist die Kernaussage eines gemeinsamen Antrages, den CDU und FDP für den kommenden Wirtschaftsausschuss eingebracht haben. „Damit haben sich die Liberalen mit ihrer Auffassung durchgesetzt, dass die Organisation von Wochenmärkten keine städtische Aufgabe ist“, freut sich FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. Wenn die Marktbeschicker dies selbstverantwortlich organisierten, sei dies sicher die beste Möglichkeit. Aber auch ein anderer privater Betreiber sei denkbar. Er sei froh, dass sich beide ehemals konkurrierenden Gruppen von Marktbeschickern am Ende dieser Auffassung angeschlossen und die Privatisierung einer städtischen GmbH vorgezogen hätten.

Nach dem Beschlussvorschlag soll nun zunächst die Organisation einiger Wochenmärkte in einer von der Verwaltung vorzuschlagenden Mischung aus großen und kleinen, erfolgreicheren und weniger erfolgreichen Märkten für einen Zeitraum von einem Jahr beginnend mit dem 1.1.2003 vergeben werden. Dabei soll die Ausschreibung u.a. folgende Qualitätsbedingungen zum Inhalt haben:
- Die Zahl der Wochenmärkte und Markttage ist über den gesamten Zeitraum mindestens konstant zu halten.
- Die Standgebühren der Marktbeschicker sind über den gesamten Zeitraum konstant 10% oder mehr unter den heutigen Gebühren zu halten.
- Der heutige Standard in Sachen Verkaufszeiten, Ordnung, Sauberkeit, Müllentsorgung, Warenvielfalt, Produktqualität usw. muss mindestens gehalten werden.

“Außerdem erwarte ich, dass der neue Veranstalter umgangreiche Marketingmaßnahmen ergreifen wird, um weitere Kunden auf die Märkte zu locken“, prognostiziert Sterck. Ferner erwarte er Entlastungen für den städtischen Haushalt, wenn das Marktamt entsprechend abgespeckt werden könne und nur noch das Gesamtnutzungsentgelt für die verpachteten Marktplätze eingenommen werden müsse. Zum Ende des genannten Zeitraumes soll dem Ausschuss ein Bericht über den Erfolg dieser Maßnahme vorgelegt werden, der als Grundlage für eine mögliche Verlängerung oder Ausweitung der Privatisierung dienen soll.


Hier geht es zu dem entsprechenden Beschluss.

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