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03.10.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Straßenstrich im Agnesviertel jetzt bekämpfen

Verrichtungsboxen an der Geestemünder Straße
Verrichtungsboxen an der Geestemünder Straße
Verrichtungsboxen an der Geestemünder Straße
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Verrichtungsboxen an der Geestemünder Straße
In diesen Tagen wird an der Geestemünder Straße in Niehl der Betrieb des legalen Straßenstrichs aufgenommen. Damit nimmt eine leidvolle, zweijährige Debatte ein positives Ende. Die nicht zu akzeptierende, illegale Straßenprostitution in der Innenstadt wird verlagert zu einem Areal, auf dem die Prostituierten ihrem Gewerbe legal nachgehen können und sozial begleitet werden.

„Wir Liberalen hatten schon im Oktober 2000 ein umfangreiches Konzept für die Realisierung eines legalen Straßenstriches vorgestellt. Die Erfahrungen aus Utrecht mündeten in einem Kölner Modell, welches jetzt endlich umgesetzt wird“, so Marco Mendorf, jugend- und drogenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln. Durch die Realisierung des neuen Konzeptes im Umgang mit Straßenprostitution werden aus Sicht der FDP folgende Ziele verwirklicht:
1. Der Schutz der Öffentlichkeit insbesondere der Jugend vor Kriminalität und unzumutbaren Beeinträchtigungen durch illegale Straßenprostitution in der Innenstadt.
2. Der Schutz der betroffenen Frauen und die Berücksichtigung ihrer besonderen Notsituation.

Mendorf: „Die Politik musste dringend dafür sorgen, dass die illegale Straßenprostitution in der Innenstadt abgestellt wird. Die Ordnungsbehörden haben jetzt die Aufgabe, dass dieses Ziel auch repressiv umgesetzt wird.“ Aus Sicht der FDP müsse die Politik aber auch die Interessen der Prostituierten einbeziehen. „Die meisten Frauen, die in der Innenstadt illegal der Prostitution nachgehen, sind drogenabhängig und benötigen qualifizierte Hilfe. Ein rein repressives Vorgehen hätte nie zu einem Erfolg geführt. An der Geestemünder Straße wird das Konzept ‚Hilfe statt Strafe‘ umgesetzt, indem ein alternativer Standort angeboten wird. Hier erhalten die Prostituierten Sicherheit, hygienische Bedingungen und soziale Begleitung“, so Mendorf abschließend.

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