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22.09.2004

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Kayser-Dobiey: Meldehalle in Rodenkirchen erhalten

Susanne Kayser-Dobiey
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Susanne Kayser-Dobiey
Diskussionen rund um Verkehr, Großmarkt und das Rodenkirchener Rathaus

Am 26. September ist Kommunalwahl. Die Rundschau lässt die Bürger zu Wort kommen: Menschen, die sich im Veedel auskennen und wissen, wo die Probleme liegen. Die Ratskandidaten stehen ihnen Rede und Antwort – zu konkreten Problemen.

In dieser Folge stellt sich den Fragen von Hans Josef Walterscheid - er ist der Betreiber des Restaurants "Bistro Verde" in Rodenkirchen - der Ratskandidatin Susanne Kayser-Dobiey (FDP). Sie kandidiert für den Wahlkreis 14: Rondorf, Hahnwald, Rodenkirchen.

Frage: Die seit Jahren andauernde Diskussion um die Verlegung des Großmarktes hat bei den ansässigen Firmen zu Planungsunsicherheit geführt und Investitionen unmöglich gemacht. Was gedenken Sie gegen diesen Zustand zu unternehmen?

Susanne Kayser-Dobiey: Die schwarz-grüne Ratskoalition hat es trotz vieler Gutachten und Symposien nicht geschafft, einen alternativen Standort für den Kölner Großmarkt zu bestimmen! Nur auf der Grundlage eines neuen Standortes können aber den ca. 200 Firmen des Großmarktes mit 2500 Mitarbeitern finanzielle Angebote für eine Verlagerung ihrer Betriebe aus dem Kölner Süden gemacht werden! Da die Grundbesitzverhältnisse der 90.000 qm Nutzfläche mit langjährigen Pachtverträgen, Privateigentum, DB-Besitz und städtischen Flächen sehr komplex sind, kann eine städtebaulich und verkehrlich wünschenswerte Standortverlagerung des Großmarktes nur unter Mitwirkung der betroffenen Firmen erreicht werden. Es geht hier um viele mittelständische Existenzen, deren Sicherung einschließlich der Arbeitsplätze für die FDP an erster Stelle steht! Ziel muss es sein, für Köln und die Region ein modernes Frischezentrum zu schaffen. Das wird nur mit der FDP in der Stadtregierung gelingen!

Frage: Wie sieht ihr Verkehrskonzept nach dem Bau der Tiefgarage auf dem Maternusplatz für den Ort Rodenkirchen aus?

Susanne Kayser-Dobiey: Das Verkehrskonzept der FDP für das Zentrum des Ortes Rodenkirchen orientiert sich in erster Linie daran, dass der dortige Einzelhandel und die verschiedenen Dienstleister weiterhin mit PKW, Bussen und Fahrrad gut erreichbar bleiben müssen. Nur so können hier Leerstände von Ladenlokalen und der Verlust an Kaufkraft sowie Lebensqualität für die Bevölkerung vermieden werden! Die geplante Tiefgarage unter dem Maternusplatz und dessen Neugestaltung kann das Zentrum Rodenkirchens aufwerten. Die geplante "Kopfbebauung" mit Büronutzung lehnt die FDP jedoch ab, weil damit u.a. zusätzlicher PKW-Verkehr in das Ortszentrum gezogen wird und weniger öffentliche Parkplätze in der Tiefgarage für die Bevölkerung zur Verfügung stehen! Die FDP hat bereits vor 10 Jahren einen Plan vorgelegt, die Rodenkirchener Hauptstraße durch zwei Kreisverkehre auch optisch als Einkaufsstraße attraktiver zu gestalten und den Durchgangsverkehr einzudämmen. Darüberhinaus muss nach der FDP an den bewährten, bestehenden Verkehrsbeziehungen im Zentrum Rodenkirchens festgehalten werden. Für große Verkehrslösungen wie etwa die Tieferlegung der Stadtbahngleise zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Schillingsrotter Straße fehlt ohnehin das Geld.

Frage: Was passiert mit dem Rathaus in Rodenkirchen?

Susanne Kayser-Dobiey: Die FDP möchte die Service-Leistungen des Bezirksrathauses Rodenkirchen mit Meldehalle und Bezirksordnungsamt in bisherigem Umfang, aber mit reduzierter Mannschaft erhalten wissen! Die FDP hält es nicht für zumutbar, dass zukünftig jährlich rd. 80.000 Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtbezirk mit hohen Kosten zum Laurenzplatz in das Verkehrschaos der City fahren müssen, um diese Dienstleistungen der Stadt in Anspruch nehmen zu können. Gespart werden muss am Wasserkopf der städtischen Zentralverwaltung in Köln, aber nicht nur bei den Bürgern im Stadtbezirk Rodenkirchen! Wenn sich der von Schwarz-Grün betriebene Funktionsverlust des Bezirksrathauses nicht mehr verhindern lässt, gilt der einstimmige Beschluss der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 14.06.2004: Prüfung der Standorte: Ringstraße 12-16, Friedrich-Ebert-Straße 2 für ein neues Rathaus oder die Sanierungslösung am heutigen Standort. Die FDP präferiert in diesem Falle den verkehrlich und funktional, inklusive Stadtteil-Bibliothek und Feuerwehr-Depot, günstigsten Standort Ringstraße 12-16, für den bereits ein sehr interessanter Vorschlag einschließlich Bürgersaal und der neuen Polizeistation Köln-Süd vorliegt. (16.9.)

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