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15.06.2004

FDP-Kreisverband Köln

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FDP holt Stimmen von der CDU

Die Stadt hat eine Karte mit den FDP-Ergebnissen in den Kölner Stadtteilen erstellt
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Die Stadt hat eine Karte mit den FDP-Ergebnissen in den Kölner Stadtteilen erstellt
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Wahlamt legt Analyse vor

In einer aktuellen Ausgabe der Publikation „Kölner Statistische Nachrichten“ präsentiert das Amt für Stadtentwicklung und Statistik eine Analyse der Europawahl aus Kölner Sicht, die am Tag nach der Wahl erstellt wurde. Wir geben im Folgenden die für die FDP relevanten Inhalte wieder.

Vorläufiges Endergebnis aus Kölner Sicht
Die FDP kann auch in Köln die Fünf-Prozent-Hürde - wie im Bundesgebiet - wieder „überspringen“. Sie erreicht mit 8,6 Prozent der gültigen Stimmen ihr bestes Europawahl-Ergebnis in Köln überhaupt. Insgesamt kann die FDP in Köln ihr Vorwahlresultat in etwa verdoppeln (+4,3 Punkte). Auch bei den absolut abgegebenen Stimmen kann die FDP „zulegen“: Etwa 23.100 Stimmen entfielen auf die FDP, das sind – bei zurückgehender Wahlbeteiligung - 11.300 Stimmen mehr als bei der Vorwahl (vermehrt von CDU).
Bei einer ersten Bewertung des gestrigen Wahlergebnisses fallen die folgenden Zusammenhänge besonders auf: Die FDP (als weitere wichtige Berliner Oppositionspartei) profitiert von der allgemeinen „Großwetterlage“ zugunsten der Opposition stärker als die CDU. Sie kann nämlich - ähnlich wie die GRÜNEN - ebenfalls absolut Wählerstimmen hinzugewinnen.
Es fällt in einer Gesamtbilanz des (Kölner) Wahlgeschehens folgendes auf: Das „bürgerliche Lager“ kann in Köln z.Zt. - trotz des anhaltenden Berliner Stimmungstiefes zu Lasten der Regierung - überraschenderweise nicht gemeinsam zulegen. (Deutlicheren) Gewinnen der FDP stehen (überdurchschnittliche) Verluste bei der CDU in vergleichbarer Größenordnung gegenüber.

Wähler und Nichtwähler
Die FDP hat - zwar im Gegensatz zur CDU - von der „Formschwäche“ der Bundesregierung stärker profitieren können. Die Partei gewinnt nämlich - absolut betrachtet - Wählerstimmen im Vorwahlvergleich hinzu. Sie konnte ihre Anhänger damit auch relativ gut mobilisieren: Bei der zurück liegenden Bundestagswahl wurde die Kölner FDP von ca. 46.000 Bürgerinnen und Bürgern gewählt. Am Sonntag konnten die Freidemokraten etwa 23.000 Stimmen auf sich vereinigen. Die entsprechende Mobilisierungsquote fällt mit ca. 50 Prozent deutlich besser aus als bei der SPD. An die Quoten der CDU und insbesondere der GRÜNEN reicht sie jedoch nicht heran.
Es ist zu vermuten, dass die eher moderate Mobilisierung auch darauf zurück geführt werden muss, dass die FDP als Berliner Oppositionspartei deutlich weniger stark von der Bevölkerung wahr genommen wird (u.a. sicher auch medienbedingt) als dies für die (dominierende) Union gilt. Die Tatsache, dass eine Kölnerin die FDP-Spitzenkandidatin für die EU-Wahl war, könnte jedoch durchaus mitbewirkt haben, dass die FDP in Köln dennoch besser „zulegte“ als im Bundesgebiet. 3,4 Prozent aller Kölner Wahlberechtigten wählten gestern FDP.

Briefwählereinfluss auf das Wahlergebnis
Die FDP lag - im Gegensatz zu Vorwahlen - mit einem Anteil von 25,6 Prozent etwa auf dem Niveau des gesamten Briefwähleranteils dieser Wahl (25,8 %). Die zusätzlichen Briefwahl-Stimmen der FDP (+2.700) dürften auch von CDU-Anhängern mitgespeist worden sein. Denn etwa 2.000 (eher feste) CDU-Anhänger wählten diesmal weniger per Brief als 1999. Das Endergebnis der FDP liegt bei Urne und Brief gleichermaßen bei 8,6 Prozent.

Stimmenentwicklung in den Kölner Stadtteilen
In der CDU/FDP-Hochburg Hahnwald war die Wahlbeteiligung nicht nur am höchsten (57,1 %), sondern in diesem Stadtteil nahm sie sogar noch um 3,2 Punkte zu (höher war der Anstieg der Beteiligung nur noch in Ehrenfeld: +3,7 Pkte. auf 40,1 %).
Die FDP ist weiterhin in den (gleichzeitigen) CDU-Hochburgenstadtteilen stark. Sie erhält in Hahnwald 19,3 Prozent, in Marienburg 18,3 Prozent, in Junkersdorf 16,4 Prozent, in Müngersdorf 14,3 Prozent und in Rodenkirchen 13,9 Prozent der gültigen Wählerstimmen. Wie auch die GRÜNEN kann die FDP in allen Kölner Stadtteilen zwischen 8,4 (Junkersdorf) und 0,6 Punkte (Lindweiler) zulegen. Da die CDU vielfach dort überdurchschnittlich Stimmen abgibt - im Vergleich zur Europawahl 1999 - wo die FDP besonders gute Ergebnisse erzielt, sprechen auch diese stadteilbezogenen Resultate dafür, dass die FDP Stimmen von der Union hat „holen“ können (Wechselwähler).


Hier geht es zu der Karte der FDP-Ergebnisse in den Stadtteilen in einer größeren Auflösung.

Hier geht es zu der kompletten Analyse der Europawahl aus Kölner Sicht und zu den Stimmergebnissen der einzelnen Stadtteile inkl. der FDP-Karte.

Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Europawahl 2004.

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