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21.05.2004

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

FDP für Kulturstadt 2010

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Entscheidung erinnert an Olympiabewerbung
Sterck: Kulturpolitische Fettnäpfchen künftig meiden


„Man muss immer einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist“, macht FDP-Fraktionschef Ralph Sterck der mit ihrer Kulturhauptstadtbewerbung gescheiterten Stadt Köln Mut. Man habe es geschafft, das Bewerbungsmotto „Wir leben das“ wahr zu machen, und weite Teile der Bevölkerung für die Idee und die Kultur in Köln begeistert. Es gelte diesen „Spirit“ und das bürgerschaftliche Engagement zu sichern und für Köln nutzbar zu machen. Die Projekte müssten umgesetzt werden, so dass man dann vielleicht die „Kulturstadt Köln 2010“ als Veranstaltungsreihe und Dachmarke ausrufen könne.

„Die Wahl Essens erinnert mich an die Olympiabewerbung“, gibt Sterck zu bedenken. Auch dort sei aus regionalen Gesichtpunkten die Entscheidung für das Ruhrgebiet mit Düsseldorf an der Spitze gefallen, womit man nachher national gescheitert sei. Und selbst die nationalen Überlegungen für Leipzig hätte man anschließend international nicht nachvollziehen können. „Ich bin enttäuscht, dass Kultur- und Sportminister Vesper von den Grünen mit seiner Jury aus dem jahrzehnte alten Trott „Erst das Ruhrgebiet, dann die Landeshauptstadt und danach kommt erst mal lange nichts“ nicht rausgekommen ist“, meint Sterck.

Besonders erschreckend sei für ihn gewesen, dass der WDR-Kommentator, der die Entscheidung im Fernsehen begleitet habe, als einziges Manko aller drei Bewerbungsstätte die Kulturpolitik in Köln genannt habe. „Hier müssen sich die handelnden Personen bei Schwarz-Grün und in der Stadtspitze in der Analyse der Niederlage selbstkritisch fragen lassen, ob sie nicht eine Mitverantwortung für das Kölner Ausscheiden tragen“, erklärt Sterck. Köln müsse endlich raus den negativen Schlagzeilen im bundesdeutschen Blätterwald. „Es darf ruhig mal ein Fettnäpfchen unberührt stehen gelassen bleiben“, rät Sterck abschließend.


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