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17.04.2004

Liberaler Freizeitkreis Köln

Meldung

Mehr Sicherheit Thema für Senioren

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Liberaler Freizeitkreis besucht Kölner Polizei

Seit 1994 gibt es bei der Kölner Polizei eine Dienststelle zur Vorbeugung von Verbrechen. Eine ihrer Aufgaben ist die Betreuung und Information von Senioren. In Köln gibt es ca. 200.000 Senioren, die in 320 Einrichtungen oder Vereinen organisiert sind.

Fünf Prozent von Gewaltstraftaten werden gegen Senioren verübt. Oberkommissar Bredhauer von der Kölner Polizei informierte den Liberalen Freizeitkreis Köln über geeignete Taktiken und Methoden, wie Senioren sich Gewalttätern erwehren oder vor ihnen schützen können.

Die Täter, so Bredhauer, suchten Opfer, keine Gegner. Der Täter vermute im Regelfall keine Gegenwehr. Die Polizei rät zu kleinen Verhaltensänderungen von Senioren. Angst sei normal, Überängstlichkeit oder Panik müsse unbedingt vermieden werden.

Besonders Damen sollten sich überlegen, ob sie bei jedem Spaziergang unbedingt eine Handtasche mitnehmen müssten. Handtaschen seien die erste Zielscheibe von Tätern. Alternative seien Kletttaschen, Gürteltaschen bis zum BH-Set. Es gebe das Modell der Kölner Handtasche, die wenig Geld kostet. Dort könnten leicht Personalausweis oder besser eine Kopie, Schlüsselbund und ein wenig Geld mitgenommen werden.

Im Fall eines Handtaschenraubes sollten Opfer die Handtasche in jedem Falle loslassen. Die Gesundheit sei wichtiger als alles andere. Senioren sollten keine Gegenwehr leisten. Sie sollten keine Helden spielen.

Hilfe holen oder um Hilfe rufen, dies gezielt bei Personen, die sich in der Nähe befinden, sei das erste Gebot. Denn jeder Beobachter warte auf den ersten Schritt vom anderen. Dann schalte sich normalerweise eine größere Menge von Leuten ein, um Hilfe zu holen.

Eine gute Hilfe sei auch das Gerät zum Schrill-Alarm. Dieses löse einen solchen Lärm aus, dass meistens die Täter fliehen. Die Polizei warnte vor dem Einsatz von Reizgas, weil die Gefahr der Selbstverletzung sehr groß sei.

Ein guter Rat: Nie öffentlich die Geldbörse ziehen. Sie locke sofort Diebe an. Auch bei Randalierern in Bussen und Bahnen sollten sich Senioren zurückhalten. Ein Nothebel in der Bahn verbinde mit dem Fahrer. Dieser Nothebel befinde sich an der Decke des Bahnfahrzeuges. Neben dem Nothebel, das wüssten die wenigsten, befinde sich eine Kamera, die alles aufzeichne.

Die KVB informiere über diese Sicherheitsmaßnahmen in ihren Fahrzeugen unter der Telefon-Nr. 547-3818. Dort wird ein weiterer Termin vereinbart, um die Mitglieder des LFK zu informieren. Sollte man mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Fußballspielen zurückfahren, solle man die ersten Bahnen fahren lassen und erst die letzten Verbindungen für die Heimfahrt nutzen. Dann seien erfahrungsgemäß die Rowdies weggefahren.

Bei Opern- oder Theaterbesuchen solle man, falls dies erforderlich sei, den umgehängten Schmuck mit Seidentüchern oder einer Stola im Foyerbereich bedecken. Beim Heimweg sollten unbedingt dunkle, unbeleuchtete Wegstrecken vermieden werden. Am besten werde man als Senior abgeholt oder fahre mit dem Taxi nach Hause.

Bei Tricks an der Haustür zähle: Hilfsbereitschaft zahlt sich nicht aus! Niemals jemand in die Wohnung lassen. Immer solle der Innenriegel eingerastet sein, um eine gewaltsame Öffnung der Tür zu verhindern. Bei Besuchen von Polizei oder sonstigen öffentlich Bediensteten immer nach der Dienststelle fragen und sich telefonisch erkundigen.

Oberkommissar Bredhauer wies zum Schluss noch darauf hin, dass die Polizei jederzeit beratend zur Verfügung stehe, insbesondere was die Haussicherung oder die Wohnungssicherung für Senioren angehe.

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung schloss sich eine rege Fragestunde der zahlreich erschienenen Teilnehmer an. Die Versammlung schloss mit der Bitte an die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, sich wie bisher, intensiv für die Sicherheit auf Kölner Straßen und Plätzen einzusetzen.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zu den Themen Sicherheit in Köln und Seniorenpolitik.

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